Chronik

Salzburger Richterin mit dem Tod bedroht: Haftstrafe und Unterbringung für 34-jährigen Angeklagten

Symbolbild.  SN/bilderbox
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Ein 34-jähriger, in Salzburg wohnhafter Türke wurde am Dienstag in einem Prozess am Salzburger Landesgericht zu einem Jahr unbedingter Haft verurteilt, weil er im April dieses Jahres eine Richterin mit dem Tod bedroht hatte. Laut Strafantrag hatte der drei Mal vorbestrafte Angeklagte der Recht sprechenden Juristin ein E-Mail geschickt, in dem das Symbol eines weißen Kreuzes auf völlig schwarzem Hintergrund zu sehen war - verbunden mit dem Text: "Ich habe dich heute in meinem Traum gesehen". Der Angeklagte, so die Staatsanwaltschaft, habe die Richterin dadurch "gefährlich mit dem Tod bedroht, um sie in Furcht und Unruhe zu versetzen".

Die Richterin betonte am Dienstag im Zeugenstand, dass sie sich durch die Nachricht auch "mit dem Tod bedroht gefühlt" habe. Der Türke, er leidet an einer Persönlichkeitsstörung, wurde parallel zur Haftstrafe in eine Anstalt für zwar zurechnungsfähige, aber geistig höhergradig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen (Einweisung gemäß Paragraf 21/2 Strafgesetzbuch). Das Urteil war vorerst noch nicht rechtskräftig.

Der 34-Jährige hatte die selbe Richterin übrigens nicht zum ersten Mal gefährlich bedroht. Erst im Juli 2020 war er verurteilt worden, weil er im Zuge einer Einvernahme vor einem Haftrichter Todesdrohungen gegen die Richterin abgesondert hatte. Im damaligen Prozess hatte der Türke zwölf Monate teilbedingte Haft, vier Monate davon unbedingt, erhalten.

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