Chronik

Salzburger soll Rudolf Anschober mit Tod bedroht haben: Geldstrafe

Am Dienstag musste sich vor dem Landesgericht ein 54-jähriger Salzburger verantworten. Er soll Ex-Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Internet mit dem Tod bedroht haben. Der Angeklagte behauptete jedoch vor Gericht: "Mein Instagram-Account wurde gehack." Das Urteil: Teilbedingte Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro - nicht rechtskräftig.

Der Mann erschien ohne Verteidiger zum Prozess. SN/APA/BARBARA GINDL
Der Mann erschien ohne Verteidiger zum Prozess.

Ein Salzburger soll im März 2021 den damaligen Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) aus Ärger über die Corona-Maßnahmen im Internet mit dem Tod bedroht haben. Der 54-Jährige wurde heute, Dienstag, am Landesgericht Salzburg wegen gefährlicher Drohung zu einer teilbedingten Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro verurteilt, davon 1.00 Euro unbedingt. Der Mann aus dem Bezirk Hallein beteuerte seine Unschuld. Er meinte, sein Instagram-Account sei gehackt worden.

Auf dem Account des Angeklagten war ein Videobild von Anschober zu sehen, es ging um das Thema einer Covid-19-Schutzimpfung. Der Kommentar des Beschuldigten soll gelautet haben: "Seit Jahrzehnten sehe ich was passiert und du machst es sicher nicht kaputt. Ich weiß wie Menschen sterben werden. Einen Tag noch, dann würde ich aufpassen was du tust - du wirst sterben." Der Salzburger sagte heute, er habe sich damals bis in den Sommer hinein zeitweise auf Instagram nicht einloggen können. "Ich weiß nicht, was in dieser Zeit passiert ist."

Der Richter verwies auf die Ermittlungsergebnisse. Die Drohung sei von dem Account des Beschuldigten verschickt worden, "wir haben die Geodaten", begründete er den Schuldspruch. Die Annahme, dass ein Hacker zufälligerweise aus demselben Wohnort stammt wie der Angeklagte, sei lebensfremd. Der bisher unbescholtene Frühpensionist, der ein Diversions-Angebot abgelehnt hatte, nahm das Urteil an. Weil er ohne Verteidiger zum Prozess kam und die Vertreterin der Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab, ist das Urteil nicht rechtskräftig. Für den 600 Euro hohen bedingten Anteil der Geldstrafe wurde eine dreijährige Probezeit bestimmt.

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