Chronik

Salzburger soll Vater und Sohn erpresst und verleumdet haben

In Mails soll der 29-Jährige den Opfern Missbrauch einer Dreijährigen und Vergewaltigungen vorgeworfen. Das Tatmotiv basierte auf einem Irrtum.

Symbolbild. SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Die Salzburger Polizei hat nun einen 29-Jährigen aus dem Flachgau ausgeforscht, der einen um drei Jahre älteren Stadtsalzburger und dessen Vater verleumdet und erpresst haben soll. Der Mann bezichtigte in Mails an Behörden, den Arbeitgeber und andere Stellen die beiden, die dreijährige Tochter bzw. Enkeltochter missbraucht zu haben, informierte die Polizei am Freitag.

Verdächtiger verschickte Mails ans Jugendamt und den Arbeitgeber

Der mutmaßliche Täter verschickte zunächst Mails an das Jugendamt und den Arbeitgeber des 54-jährigen Vater. Als das Jugendamt dann Kontakt mit den Männern aufnahm, erstatteten die beiden Anzeige bei der Polizei. Zu dieser Zeit langte beim Vater dann auch eine Geldforderung ein. Da er aber nicht bezahlte, schickte der Erpresser weitere Mails an Behörden, Gastronomiebetriebe und Gemeindeämter und warf den beiden darin Vergewaltigungen und sexuelle Missbräuche vor.

Racheaktion wegen Anzeige zu Cannabiszucht

Die Ermittler forschten schließlich den 29-Jährigen aus. Dieser gestand, die Mails verschickt zu haben. Er habe die zwei Männer und vor allem den Jüngeren fertig machen wollen, weil ihn dieser bei der Polizei wegen seiner Cannabisaufzucht angezeigt habe. Die Aufzucht gab es, die Annahme, dass der 32-Jährige die Anzeige erstattet habe, war allerdings ein Irrtum. Der Flachgauer wird wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung, Nötigung, Erpressung, beharrlicher Verfolgung und Verleumdung angezeigt, sagte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer.

Quelle: SN

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