Chronik

Salzburgerin per Internet um tausende Euro erleichtert

Die junge Frau wollte ein Darlehen aufnehmen. Sie zahlte saftige Gebühren, bekam aber kein Geld.

Symbolbild. SN/fotolia/undrey/andrei zaripov
Symbolbild.

Eine 23-jährige Salzburgerin erstattete am Montag bei der Polizei Anzeige wegen eines Internetbetrugs. Schon im Dezember 2018 hatte die Frau auf einer Internetseite einen Online-Antrag auf ein Darlehen von 1000 Euro eingebracht. Nachdem sie aufgefordert wurde, mittels Mail diverse persönliche Daten bekanntzugeben, bekam sie einer Art Kreditkarte mit ihrem Namen und einem IBAN-Code, die sie jedoch wenig später wieder zurückschicken musste. In den nächsten Monaten wurde ihr angebliches Darlehen auf 4000 Euro erhöht, jedoch nie ausbezahlt. Vielmehr musste die Frau immer wieder Gebühren zwischen 50 und 500 Euro einzahlen. Sie erlitt einen Schaden in der Höhe von rund 5000 Euro.

Auf die Mitleidsmasche fiel ein 46-jähriger Straßwalchener hinein. Eine vermeintliche Frau hatte über einen Messenger-Dienst Kontakt mit dem Mann und erzählte von einer misshandelten Freundin samt Kindern in der Türkei. Einen Flug nach Österreich könne sie sich nicht leisten, weshalb sie in Verbindung mit Liebesbeteuerungen um Geld bat. Der Flachgauer überwies Mitte September 350 Euro in die Türkei. Mit Bildern von misshandelten Kindern und weiteren Beteuerungen ließ sich der Mann zu einer zweiten Überweisung in der Höhe von 150 Euro überreden. Als weitere Geldleistungen verlangt wurden, erstattete der Mann am Mittwoch Anzeige.

Die Polizei rät, bei Geldgeschäften per Internet alles doppelt und dreifach zu prüfen.

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