Chronik

Salzburgs Autokolonne würde bis nach Schweden reichen

Die Zahl der zugelassenen Autos in Salzburg ist seit 2005 um 50.000 Kfz höher geworden. Und: Heute sitzen deutlich mehr Personen im Schnitt in einem Pkw als dies noch 1990 der Fall war.

Auto an Auto, Stoßstange an Stoßstange: Ein gewohntes Bild im Berufsverkehr in Salzburg.  SN/robert ratzer
Auto an Auto, Stoßstange an Stoßstange: Ein gewohntes Bild im Berufsverkehr in Salzburg.

305.000 Pkw - so viele gibt es in Salzburg. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat sich die Mühe gemacht und herausgerechnet, dass die Autokolonne aneinandergereiht 1500 Kilometer lang wäre.

Oder um es anders auszudrücken: Die Pkw würden von Salzburg bis nach Stockholm stehen.

Seit dem Jahr 2005 sei die Autoflotte in Salzburg um rund 50.000 Pkw gestiegen. Der VCÖ fordert für Österreich ein Carsharing Gesetz nach deutschem Vorbild. Das Potenzial für Carsharing sei groß.

"Die Anzahl der Autos hat im Land Salzburg seit dem Jahr 2005 doppelt so stark zugenommen wie die Bevölkerung. Nebeneinander geparkt benötigen Salzburgs Autos eine Fläche von rund 610 Fußballfeldern, aneinandergereiht ergeben sie eine rund 1500 Kilometer lange Kolonne, das entspricht fast der Distanz von Salzburg nach Stockholm."

Während die Autos immer breiter und schwerer geworden seien, habe die Zahl der Autoinsassen abgenommen. "Im Jahr 1990 saßen in 100 Pkw immerhin noch 140 Personen, heute sind es nur mehr 115 Personen."

Der VCÖ fordert von der künftigen Regierung ein Carsharing-Gesetz nach deutschem Vorbild. Darin ist bundesweit geregelt, dass reservierte Stellplätze im öffentlichen Straßenraum für Carsharing eingerichtet werden können.

Das deutsche Carsharing-Gesetz sieht zudem die Möglichkeit vor, Ermäßigungen oder Befreiungen von Parkgebühren für Carsharing-Fahrzeuge zu gewähren.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.10.2018 um 04:08 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburgs-autokolonne-wuerde-bis-nach-schweden-reichen-20619553

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