Chronik

Salzburgs Frauen gehen mehr zu Fuß als Männer

Verkehrsclub Österreich: Zunehmende Teilzeitarbeit braucht häufigere öffentliche Verkehrsverbindungen

Symbolbild. SN/wienerroither
Symbolbild.

Salzburgs Frauen legen im Schnitt 44 Prozent ihrer Alltagswege autofrei zurück, Männer hingegen nur 37 Prozent, macht der VCÖ anlässlich des morgigen Frauentages aufmerksam. Die größten Unterschiede gibt es beim zu Fuß gehen und beim Autofahren. Der VCÖ fordert einen stärkeren Ausbau des umweltfreundlichen Mobilitätsangebots. Um die Klimaziele von Paris zu erreichen, ist es wichtig, dass nicht nur das Mobilitätsverhalten der Männer, sondern auch jenes der Frauen klimaverträglicher wird.
Das Mobilitätsverhalten von Salzburgs Frauen ist klimafreundlicher als jenes der Männer, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten vom Land Salzburg zeigt. Frauen sind häufiger autofrei mobil. Während sich die Gesamtgruppe der Männer für 54 Prozent ihrer Alltagswege hinters Lenkrad des Autos setzen, tun das Frauen nur bei 44 Prozent ihrer Alltagswege.
Frauen machen zudem viel häufiger Alltagserledigungen (Einkauf, Arbeitsweg, Erledigungen, Hol- und Bringdienste etwa zu Kindergarten oder Schule) zu Fuß. 20 Prozent ihrer Alltagsstrecken gehen Frauen zu Fuß, Männer hingegen nur 15 Prozent. "Das Mobilitätsverhalten von Frauen ist umweltfreundlicher und auch gesünder", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Weniger Unterschiede gibt es bei der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, stellt der VCÖ fest. Salzburgs Frauen legen 13 Prozent ihrer Alltagswege mit Bahn oder Bus zurück, Salzburgs Männer elf Prozent.

Elf Prozent fahren mit Fahrrad

Das einzige Verkehrsmittel, das für Männer und Frauen gleich wichtig für die Alltagsmobilität ist, ist das Fahrrad, macht der VCÖ aufmerksam. Jeweils elf Prozent ihrer Alltagswege legen Männer und Frauen mit dem Fahrrad zurück.
Insgesamt ist in Salzburg der Anteil der umweltfreundlichen Mobilität aber noch deutlich zu erhöhen. Das ist nicht nur nötig, um die Luftqualität zu verbessern und Staus zu verringern. Auch das im Klimaabkommen von Paris beschlossene Ziel, dass der Verkehr bis spätestens zum Jahr 2050 von Erdöl unabhängig sein muss, ist nur mit mehr umweltfreundlicher Mobilität zu erreichen. "Das öffentliche Verkehrsnetz verdichten, die Zahl der Bahn- und Busverbindungen erhöhen, die Rad-Infrastruktur ausbauen, in den Orten eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung umsetzen sowie die Ortskerne stärken und die Zersiedelung stoppen", nennt VCÖ-Experte Markus Gansterer wirksame Maßnahmen. Auch das Potenzial von Carsharing ist stärker zu nutzen.

Quelle: SN

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