Chronik

Schlaglöcher und Frostaufbrüche setzen der Tauernautobahn im Pongau zu

Strenger Winter und Verkehrsflut hinterließen auf 13 Kilometern Länge erhebliche, teils türgroße Fahrbahnschäden. Ab Dienstag startet eine intensive Sanierung.

Gleich mehrere Anrufer meldeten sich am Wochenende bei den SN und klagten über "viele Schlaglöcher und teilweise türgroße Fahrbahnschäden" auf der Tauernautobahn (A10) im Bereich zwischen Altenmarkt und dem Reittunnel bei Hüttau.

Tatsächlich bestätigte Asfinag-Autobahnmeister Christian Kleewein am Sonntag, dass "es zwischen der A10-Anschlussstelle Altenmarkt und dem Reittunnel auf zirka 13 Kilometern Länge vor allem in Fahrtrichtung Salzburg etliche Fahrbahnschäden gibt". Es handle sich dabei vor allem um Frostaufbrüche und Schlaglöcher. Laut Kleewein, Chef der Straßenmeisterei Flachau, sind entweder auf der Hauptspur oder der Überholspur in Summe rund 500 Quadratmeter Fahrbahn betroffen: "Großteils sind es zirka ein mal ein Meter große Aufbrüche, die bis zu vier Zentimeter tief sind."

Man habe schon vor etlichen Tagen insofern auf die Schäden reagiert, als in dem gesamten Bereich nun ein Tempolimit von 100 km/h gelte: "Zusätzlich weisen zwei Überkopfwegweiser auf die Schlaglöcher hin und außerdem haben wir noch zusätzliche Verkehrstafeln mit der Warnung ,Frostaufbrüche' aufgestellt."

Als Hauptursache für die - vor allem für Motorradfahrer gefährlichen - Fahrbahnschäden bzw. Asphaltaufbrüche sieht der Autobahnmeister den schneereichen Winter. Aber nicht nur: "Natürlich spielen Frost, Eis und Schnee eine große Rolle. Und die Tatsache, dass die Schürfleisten der Schneepflüge und das viele Salzstreuen auch zu den Schäden beitragen. Aber man muss auch sagen, dass die Zunahme des Verkehrs, vor allem des Schwerverkehrs, die oberste Asphaltschicht, die Verschleißdecke, zunehmend belastet."

Warum man die vielen lokalen Schäden noch nicht behoben habe, erklärt der Autobahnmeister so: "Zum einen haben wir bis jetzt kein Heißmischgut von den Asphaltmischanlagen bekommen, weil diese jahreszeitbedingt bis jetzt noch nicht aufgesperrt hatten. Und zum anderen fruchtet die provisorische Ausbesserung mit Kaltasphalt leider nicht. Wir haben das an ein paar Stellen probiert, aber der Kaltasphalt zeigte keine Wirkung mehr."

In dieser Woche würden jetzt aber die Schadensbereiche neu asphaltiert, so Kleewein. "Wir bekommen Mischgut. Eine Firma ist schon beauftragt. Am Dienstag starten wir. Sofern es nicht regnet, sollten wir Ende der Woche fertig sein."

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