Chronik

Schlecht ausgerüstet: Hubschrauber musste Wanderer vom Schafberg bergen

Ausgerüstet nur mit leichten Wanderschuhen kamen die Wanderer bei der Himmelspforte kurz unter dem Gipfel weder vor noch zurück.

Ein Hubschrauber musste die Wanderer bergen (Symbolbild). SN/robert ratzer
Ein Hubschrauber musste die Wanderer bergen (Symbolbild).

Am Abend des 26. März musste die Alpinpolizei mit der Bergrettung zu einem Einsatz am Schafberg. Zwei deutsche Staatsbürgerinnen im Alter von 24 und 26 Jahren brachen laut Angaben der Polizei mit ihrem Hund von St. Wolfgang aus zu einer Wanderung am Schafberg auf. Ausgerüstet mit leichten Wanderschuhen, ohne Steigeisen oder Pickel, entschieden sie sich für den nordseitigen Aufstieg über die Himmelspforte. Gegen 17.00 Uhr setzte die 26-jährige einen Notruf ab, da sie plötzlich gesundheitliche Probleme hatte. Sie wurde vom Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Vöcklabruck geflogen. Zu diesem Zeitpunkt schlossen zwei oberösterreichische Wanderer, eine 33-jährige Frau und ein 55-jähriger Mann, die ebenfalls nicht gut ausgerüstet waren, zu der 24-jährigen Deutschen auf. Aufgrund der Steilheit des Geländes und dem eisigen Untergrund war es den drei Wanderern ca. 50 Höhenmeter unter dem Gipfel nicht mehr möglich auf- oder abzusteigen. Sie setzten einen Notruf ab. Kurz vor 18.00 Uhr konnten die beiden Frauen mittels Hubschrauber und Seilbergung unverletzt ins Tal geflogen werden. Der 55-Jährige blieb mit dem Hund im Steilgelände zurück und konnte kurz vor 20.00 Uhr von Bergrettern unverletzt zum Gipfel und anschließend zurück ins Tal gebracht werden.

Die Alpinpolizei appelliert neuerlich, auf die richtige Ausrüstung zu achten. Die derzeitige Schneesituation, speziell bei Nordhängen, erfordere für den harten eisigen Schnee eine dementsprechende Ausrüstung, gutes Schuhwerk und Steigeisen.

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