Chronik

Schleichverkehr in Gnigl: Anrainer basteln Verkehrszeichen selbst

Der Umgehungsverkehr in der alten Grazer Bundesstraße bringt Anrainer zu Verzweiflung. Jetzt behilft man sich mit einem drastischen Sujet auf Plakatständern.

Es ist eine endlose Geschichte, an der auch bauliche Maßnahmen um den Bildungscampus Gnigl nichts geändert haben: Nach wie vor gibt es in der alten Grazer Bundesstraße in der Stadt Salzburg viel Umgehungsverkehr. Für die Anrainer ist das nicht nur ein dauerndes Ärgernis, sagt Anrainersprecher Alexander Renz. "Die vielen Autos sind vor allem auch ein Sicherheitsrisiko für die vielen Schüler, die jetzt in den neuen Bildungscampus gehen. Es gibt ja in der Straße nicht einmal einen Gehsteig."

Fahrverbot und Verengung brachte nichts

Ein Fahrverbot ausgenommen Anrainer gilt in der Straße bereits, auch eine Straßenverengung hat die Anrainerinitiative durchgesetzt. Gebracht habe all das aber wenig, sagt Renz. Nach wie vor kürzen viele Autofahrer in der Straße den morgendlichen und abendlichen Stau in der benachbarten Minnesheimstraße illegal ab. Jetzt behelfen sich die Anrainer mit selbst gebastelten Verkehrszeichen, die auf A-Ständern in der Straße aufgestellt wurden. Neben einem Einfahrt-Verboten-Schild ist auf den Plakaten ein Teddybär zu sehen, der von einem Auto überrollt wird. "Wir haben uns für dieses drastische Sujet entschieden, weil die große Mehrheit der Autofahrer, die unsere Straße als Schleichweg nutzt, viel zu schnell unterwegs ist." Mit den neuen Plakaten hofft man die Autofahrer zum Einhalten der Verkehrsregeln zu bewegen. Rechtliche Bedenken wegen der selbst gebastelten Verkehrsschilder habe man nicht", sagt Renz. "Wir weisen mit den Plakaten ja nur auf die geltende Regelung hin."

Quelle: SN

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