Chronik

Schneefälle führten zu Verkehrschaos in Salzburg

Nach chaotischen Zuständen am Montag hat sich die Lage auf Salzburgs Straßen am Dienstag entspannt. Autofahrer sollten aber mehr Zeit einplanen.

Wer am Montag auf Salzburgs Straßen unterwegs war, musste Geduld bewahren. Nach heftigen Schneefällen kam der Verkehr am Nachmittag auf der Westautobahn streckenweise zum Erliegen. Nicht nur auf der A1 herrschte Stillstand: Auch in der Stadt Salzburg kamen Autofahrer stundenlang kaum voran. Am Dienstag hatte sich die Lage im Bundesland Salzburg wieder entspannt, im Stadtgebiet und auf der Autobahn kommen Verkehrsteilnehmer aber nur langsam voran. Es kommt immer wieder zu Behinderungen. Die Nerven der Autofahrer könnten im Laufe des Tages noch strapaziert werden: Es schneit weiter. Besonders in den Abendstunden sollen größere Schneemengen hinzukommen, in der Stadt Salzburg könnten weitere 20 bis 25 Zentimeter Neuschnee fallen.

Auf der A1 Richtung Wien hatte sich am Montagnachmittag zwischen Salzburg-Mitte und der Ausfahrt Wallersee ein kilometerlanger Stau gebildet. "Mehrere Lkw sind vor dem Autobahnknoten Salzburg-Nord hängen geblieben", erklärte Polizeisprecher Anton Schentz. Andere Fahrzeuge kamen an den hängen gebliebenen Lkw teilweise nur schwer bis gar nicht vorbei. Für viele Autofahrer bedeutete das einen Zeitverlust von mehr als einer Stunde. Nach dem Lieferinger Tunnel hatte sich zudem am Nachmittag ein Unfall ereignet, die Überholspur war gesperrt.

Vier Verletzte bei Unfall auf Tauernautobahn Bei einem Verkehrsunfall auf der winterlichen Tauernautobahn ist in der Nacht auf Dienstag beim Pass Lueg zwischen Werfen und Golling ein in Deutschland lebender Kroate verunglückt. Der 50-Jährige, dessen Gattin, eine Schwägerin und ein Neffe wurden dabei verletzt. Sie wurden in das Unfallkrankenhaus und in das Landeskrankenhaus nach Salzburg gebracht, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Kroate war gegen 3.30 Uhr mit seinem Wagen Richtung Salzburg unterwegs. Zwischen Hiefler- und Ofenauertunnel kam das Fahrzeug auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern. Der Wagen fuhr noch in den Ofenauertunnel ein und prallte dort gegen die rechte Wand. Dabei wurden die vier Insassen verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die A10 war in dieser Fahrtrichtung rund eineinhalb Stunden gesperrt. Schneekettenpflicht Witterungsbedingte Beschränkungen gibt es weiterhin auf vielen höher gelegenen Verkehrsverbindungen. Es herrscht Kettenpflicht, zum Teil für alle Fahrzeuge, zum Teil zumindest für den Schwerverkehr. So besteht auf der Steigung zwischen Fuschl und St. Gilgen Kettenpflicht für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen, am Radstädter Tauern müssen alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen mit Ketten ausgerüstet sein. Kettenpflicht für sämtliche Fahrzeuge besteht auf der Hochkönig Bundesstraße, der Gerlosstraße und der Gaisbergstraße ab der Zistelalm. Aktuelle Information zur Verkehrslage finden Sie hier.

Unfälle im Stadtgebiet Bei zwei Unfällen im Stadtgebiet von Salzburg wurden am Montag insgesamt vier Personen verletzt. Auf der Salzburger Straße kollidierten zwei Pkw, drei Kinder im Alter von acht, zehn und elf Jahren verletzten sich dabei und mussten in das Landeskrankenhaus gebracht werden. Bei einem Auffahrunfall auf der Moosstraße wurde ein 52-Jähriger verletzt. Ein stark alkoholisierter 43-Jähriger prallte dabei erst gegen das vor ihm fahrende Auto des 52-Jährigen und krachte dann gegen einen Baum.

Auf den Zufahrten zur Autobahn in der Landeshauptstadt, etwa in der Vogelweiderstraße, bildeten sich am Montagnachmittag ebenfalls Staus. Auch im Zentrum staute es sich, es kam zu mehreren Unfällen mit Blechschaden. "Die Verkehrsunfallkommandos der Polizei sind im Dauereinsatz", sagte Schentz am Montag. Probleme gab es auch auf der B1 im Flachgau. Die Polizei empfahl generell, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten und im Bedarfsfall rechtzeitig Ketten anzulegen.

Zahlreiche Anrufe bei Pannenhelfern Schneefall und tiefe Temperaturen sorgten auch beim ÖAMTC Salzburg für viel Arbeit: Die Einsatzzahlen seien seit Montagmorgen schlagartig gestiegen. So gingen in der für Salzburg und Oberösterreich zuständigen Einsatzzentrale allein gegen 9 Uhr innerhalb einer Viertelstunde 280 Anrufe ein, bis 12 Uhr waren es bereits 3100. "Wir haben heute die Mannschaft aufgestockt, seit 6 Uhr früh sind insgesamt 31 Pannen- und Abschleppfahrer im Dauereinsatz", erklärt Herbert Thaler, Leiter der Pannenhilfe beim ÖAMTC Salzburg.

Am Vormittag verzeichnete der ÖAMTC bereits 200 Panneneinsätze. Bis zum Abend werden es nach Einschätzung weit mehr als 300 werden. Das seien dreimal so viele wie an "normalen" Tagen. Auch in den Salzburger Stützpunkten herrsche Hochbetrieb.

Ursache Nummer eins waren leere Batterien, denn 90 Prozent der Panneneinsätze waren Starthilfen. "Wer nicht so häufig mit dem Auto unterwegs ist, sollte in der kalten Jahreszeit gelegentlich einige Kilometer fahren. Damit bleiben auch ältere Batterien geladen und die Chance ist größer, dass der Wagen beim nächsten Startversuch anspringt", rät Thaler. Benötige man dennoch Starthilfe, solle man danach ebenfalls eine längere Strecke fahren, um die Batterie zu laden.

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 20.10.2018 um 09:11 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/schneefaelle-fuehrten-zu-verkehrschaos-in-salzburg-2872408

Schlagzeilen