Chronik

Schneepflüge zeigen Funklöcher im Land Salzburg

Im zu überprüfen, wo die Breitband-Infrastruktur in Salzburg mangelhaft ist, stattete das Land Salzburg Fahrzeuge der Straßenverwaltung mit Messgeräten aus.

Wie gut ist die Mobilfunk-Breitbandanbindung in Salzburg wirklich? Dieser Frage ist das Land Salzburg gemeinsam mit der Forschungseinrichtung Salzburg Research nachgegangen. Dafür wurden Anfang des Jahres Fahrzeuge der Straßenverwaltung mit Messgeräten ausgestattet. Nun liegen nach zehn Millionen Messungen erste Ergebnisse vor.
Peter Dorfinger von Salzburg Research erklärt die Messmethode: "Jede Box liefert jede Sekunde eine Messung. Das ergibt eine sehr große Datenmenge. Daraus erstellen wir eine Karte für das Bundesland, auf der schlecht versorgte Gebiete deutlich sichtbar werden." Das Ergebnis ist eine Datenbasis als Indikator für die Qualität des Mobilfunks im gesamten Bundesland, sagt Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). "Bereiche ohne ausreichende Netzabdeckung wurden identifiziert. Speziell diese Gebiete werden in den kommenden Monaten im Detail untersucht und Gespräche mit den Netzanbietern gesucht, um diese blinden Flecken bestmöglich zu reduzieren"

Lücken im Raurisertal, bei Forstau, nach Göriach und bei Strubau

Beispiele für nicht so gut versorgte Gebiete sind im Pinzgau beispielsweise am Weg ins Raurisertal zu finden, im Pongau zwischen Radstadt und Forstau, im Lungau im Bereich von Sankt Andrä nach Göriach, im Tennengau zwischen Sankt Koloman und Strubau und im Flachgau auf der Strecke von der Wolfgangseebundesstraße in Richtung Ebenau. Die Basis für das Messsystem ist die modulare Infrastruktur MINER von Salzburg Research. Damit lassen sich Messungen zur Übertragungsqualität koordiniert und verteilt ausführen. Verschiedene Werkzeuge und Verfahren können verbunden und komplexe Auswertungen zur Qualität von Internet-Diensten realisiert werden. Dieses System wurde in mehreren Forschungsprojekten entwickelt und wird nun in unterschiedlichen Anwendungsbereichen eingesetzt.

Quelle: SN

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