Chronik

Schülerin wegen Handgemenges mit Lehrerin in Salzburg vor Gericht

Eine 18-Jährige hat sich am Montag bei einem Prozess in Salzburg wegen Nötigung und Körperverletzung verantworten müssen. Die Schülerin soll der Anklage zufolge einer Lehrerin, die ihr das Mobiltelefon im Unterricht weggenommen hatte, gedroht haben, "gib mir das Handy zurück sonst poliere ich Dir die Fresse", und der Frau ins Gesicht geschlagen haben. Die Angeklagte beteuerte ihre Unschuld.

Symbolbild. SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Der Vorwurf stimme nicht, sagte die Beschuldigte zu Richterin Stephanie Schmid, nachdem diese der Schülerin erklärt hatte, dass bei einer Verantwortungsübernahme eine Diversion möglich und sie dann auch nicht vorbestraft sei. Doch die bisher unbescholtene Jugendliche blieb bei ihren Angaben. Sie habe nur gesagt, sie wolle ihr Handy zurück, sonst werde sie sich das Smartphone selbst holen. Dann sei sie von der Frau geschubst worden und es sei zu einem Handgemenge gekommen. "Sie hat mich festgehalten, dann hat sie zu weinen begonnen." Jedenfalls habe sie der Frau keinen Faustschlag versetzt.

Warum die Lehrerin Prellungen im Gesicht erlitten habe, könne sie sich nicht erklären, sagte die Angeklagte, die derzeit eine Lehre absolviert. Die Aussagen von Zeugen, sie habe die Lehrerin "gehauen", würden nicht stimmen, "die lügen." Doch die Lehrerin erklärte als Zeugin, die Schülerin habe sofort zugeschlagen, "es dürfte die Faust gewesen sein". Im Spital sei eine Prellung festgestellt worden, sie habe zehn Tage lang Schmerzen verspürt und sei einen Monat lang krankgeschrieben gewesen. "Schlimmer war aber der Schock durch den Übergriff." Ihr Anwalt forderte 1000 Euro Schmerzensgeld. Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, weil eine weitere Zeugin nicht erschienen ist.

Quelle: APA

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