Chronik

Schulstart: Digitale Medien mischen sich zu Schulbüchern

Für 1450 Pflichtschüler und 240 Lehrer hat am Montag die Schule begonnen. Über die Schulstruktur im Lungau und den Einsatz moderner Medien informiert Pflichtschulinspektor Andreas Egger.

Taferlklassler der VS Oberweißburg mit der Biosphärenpark-Schultüte. Vorne: Maria und Johanna. Mitte: Nico, Marlen, David und Jakob. Hinten: Magdalena und Johanna mit Lehrerin Jenny Scharfetter. SN/sw
Taferlklassler der VS Oberweißburg mit der Biosphärenpark-Schultüte. Vorne: Maria und Johanna. Mitte: Nico, Marlen, David und Jakob. Hinten: Magdalena und Johanna mit Lehrerin Jenny Scharfetter.

Die Struktur im Lungau mit 17 Kleinschulen sieht der Pongauer als Unikum in Salzburg: "Es hat sich eine gut differenzierte Lernkultur entwickelt, die speziell dem individuellen Lernen mit den Kindern sehr entgegenkommt. Natürlich sind die Lehrkräfte dadurch gefordert, eine sehr personalisierte Lernumgebung zu schaffen."

Zu den Aufgaben des Pflichtschulinspektors zählen die pädagogische Begleitung und Qualitätsentwicklung der Schulen sowie der gesamte Bereich des Konfliktmanagements. Digitale Bildung sei ein großes Thema: "Im Vorjahr sind alle Schulen im Lungau dem digitalen Dachverband ,eEducation Austria' beigetreten. Dadurch gibt es eine hohe Dichte an Experten im Bereich der digitalen Bildung." Federführend sei Lehrer Klaus Bärnthaler von der NMS Tamsweg zu erwähnen. "Er ist Bildungsnetzbetreuer im Pflichtschulbereich, setzt viele Initiativen und betreut auch die Standorte", sagt Egger.

Mittlerweile ist die verbindliche Übung "Digitale Grundbildung" in den neuen Mittelschulen und in der Unterstufe des Gymnasiums in allen Klassen vorgegeben. "Innerhalb dieser vier Jahre ist der Lehrplan umzusetzen. Man will die Schüler in dieser Zeit befähigen, digitale Medien zu nutzen sowie die Gefahren und Möglichkeiten der sozialen Medien und des Internets zu erkennen, um so Digitalkompetenz zu erwerben."

Dennoch werde es Schulbücher immer geben: "Es ist völlig außer Zweifel. Es braucht beide Kanäle. Schulbücher wird es immer geben. Es gibt den Leitsatz: ,Das Digitale ist nicht der Feind des Analogen.' Man muss es als Ergänzung und Erweiterung der Unterrichtsmöglichkeiten sehen."

Welche Aufwertung liefern neue Medien für den Unterricht? "Es ergeben sich viele neue bereichernde Möglichkeiten. Von Recherche, Speichern, Vernetzen, digitaler Hausübung bis hin zum differenzierten Lernangebot. Ohne den Zugang zu digitalen Medien und die Digitalkompetenzen würden wir den Kindern eine absolute Lebensnotwendigkeit vorenthalten. Algorithmische Grundbildung kann heute bereits im Kindergarten beginnen. Es geht um logisches Denken."

Nach der Pensionierung von Robert Griessner übernahm der Pongauer interimistisch die Funktion des Pflichtschulinspektors im Lungau. Wie die Organisation ab Jänner aussieht, weiß er momentan noch nicht genau: "Jetzt gibt es Bildungsregionen mit Bezirksgrenzen. Danach wird es im Bundesland zwei Bildungsregionen - Nord und Süd - geben. So ist der derzeitige Entwicklungsstand", sagt der 58-Jährige.

Ab Jänner werden die Aufgaben neu verteilt. "Dann werden die Agenden des Landesschulrats und die ,Abteilung 2' der Salzburger Landesregierung in die neue Bildungsdirektion Salzburg zusammengeführt. Man will Doppelgleisigkeiten beseitigen und eine Struktur für Bundes- und Landes-Zuständigkeiten schaffen. Somit wird eine Behördenstruktur für alle Schüler hergestellt."

17 Volksschulen, drei "Neue Mittelschulen", die Polytechnische Schule sowie die Sonderschule in Tamsweg gehören zu den Pflichtschulen im Lungau.


Aufgerufen am 18.10.2019 um 11:52 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/schulstart-digitale-medien-mischen-sich-zu-schulbuechern-40045921

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