Chronik

Schwarzgeldfund in Millionenhöhe: Salzburger Bar-Betreiber im August vor Gericht

Den beiden Angeklagten, Mutter und Sohn, wird angelastet, über viele Jahre hindurch diverse Steuern hinterzogen und so den Fiskus um insgesamt 3,2 Millionen Euro geprellt zu haben. Am 19. August sollen sie vor einem Schöffensenat am Landesgericht Salzburg Platz nehmen.

Betreiber eines großen Aprés-Ski-Lokals wurden wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung angeklagt.  SN/APA (dpa/Symbolbild)/unbekannt
Betreiber eines großen Aprés-Ski-Lokals wurden wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung angeklagt.

Der Anfang Juni bekannte gewordene Fall schlug hohe Wellen: Bei einer Gastro-Familie, die unter anderem ein großes Aprés-Ski-Lokal führt, hatten Steuerfahnder bereits 2019 bei einer Hausdurchsuchung mutmaßlich schwarz erwirtschaftetes Geld in Millionenhöhe sicherstellt. Konkret waren sie bei den Wirtsleuten in dem Salzburger Tourismusort auf 781.000 Bargeld und 206 Sparbücher mit einer Gesamteinlage von 2,8 Mill. Euro gestoßen.

Vor einem Monat erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung gegen zwei Mitglieder der Familie - gegen den Geschäftsführer der Aprés-Ski-Bar sowie gegen seine Mutter. Das Duo soll das Finanzamt über Jahre hindurch um knapp drei Millionen Euro an Umsatz-, Körperschafts- und Kapitalertragssteuer geprellt haben. Zudem habe die Mutter noch 285.000 Euro an Lohnsteuer und an Dienstgeberbeiträgen hinterzogen.

Die Angeklagten müssen sich am 19. August am Salzburger Landesgericht vor einem Schöffensenat verantworten. Im Vorverfahren zeigten sie sich offenbar geständig. Sohn und Mutter werden vom Linzer Anwalt Mario Schmieder (Kanzlei Edthaler Leitner-Bommer Schmieder Rechtsanwälte GmbH) verteidigt.

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