Chronik

Schwerer Unfall auf der B311 in Bruck: Frau starb, sechs Verletzte

Feuerwehr und Rettung mussten Freitagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall ausrücken. Für eine Beifahrerin kam jede Hilfe zu spät.

Feuerwehrleute aus Bruck waren mit einer Bergeschere im Einsatz, um Verletzte aus den Wracks zu schneiden.  SN/ff bruck
Feuerwehrleute aus Bruck waren mit einer Bergeschere im Einsatz, um Verletzte aus den Wracks zu schneiden.

Eine Tote, fünf schwer und ein leicht verletztes Opfer: Ein Großaufgebot an Rettungskräften musste am Freitagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Pinzgauer Straße (B311) in Bruck ausrücken. Drei Fahrzeuge waren an dem Unfall beteiligt, der sich kurz nach an der Salzachbrücke nahe dem Ortsteil Hundsdorf ereignet hatte. Ein Lenker dürfte in Fahrtrichtung Zell am See zu weit nach links geraten sein. Auf der anderen Richtungsfahrbahn touchierte er ein entgegenkommendes Fahrzeug, das ins Schleudern geriet und frontal mit einem Wagen kollidierte, der wie der Unfallverursacher Richtung Zell unterwegs war. In diesem Fahrzeug soll die Beifahrerin gestorben sein. Bei der getöteten Frau handelt es sich laut Polizeiangaben um eine 78-jährige Deutsche. Die weiteren sechs Personen, die in den Unfall verwickelt waren, sind zwischen 21 und 80 Jahre alt.

"Es ist eine traurige Bilanz", sagte Franz Eder, Ortsfeuerwehrkommandant von Bruck. Auf einer Länge von rund 200 Metern seien Bremsspuren zu sehen und Fahrzeugteile verstreut gewesen. "In dieser Dimension haben wir das schon lange nicht mehr gehabt." Eder war mit 25 Kameraden an der Unfallstelle. Die Verletzten mussten zum Teil mit Bergescheren aus den Wracks geschnitten werden. Die Feuerwehr Zell am See kam mit einem weiteren Schneidgerät zu Hilfe.

Das Rote Kreuz war mit fünf Rettungs- und Notarztfahrzeugen sowie drei Rettungshubschraubern im Einsatz. Der Unfall dürfte sich bei hoher Geschwindigkeit ereignet haben - auf dem Abschnitt gilt Tempo 100. Dementsprechend gravierend waren die Verletzungsbilder: Laut Georg Bernhard, Einsatzleiter des Roten Kreuzes, wiesen die Unfallopfer zum Teil schwere Mehrfachverletzungen (Polytrauma) auf. Die Unfallopfer wurden in die Spitäler Zell am See und Schwarzach sowie in das LKH und das UKH in der Stadt Salzburg gebracht. Ob von den Schwerverletzten jemand in Lebensgefahr schwebt, war am Freitagabend unklar.

Der Abschnitt der B311 blieb für die Ermittlungen der Unfallursache und die Aufräumarbeiten stundenlang gesperrt. Der Verkehr wurde über das Ortszentrum von Bruck umgeleitet. "Alle drei Fahrzeuge wurden beschlagnahmt und werden untersucht", sagte der beigezogene Unfallsachverständige Gerhard Kronreif.


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