Chronik

Sechs Tote bei Brand: Bürgermeister von Schneizlreuth soll vor Gericht

Paukenschlag im Fall des Feuerinfernos in einem als Gästhaus genutzten Bauernhof im bayerischen Schneizlreuth, wo 2015 sechs Menschen getötet und 18 verletzt wurden: Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat jetzt gegen den ehemaligen Schneizlreuther Bürgermeister, einen Unternehmer, Anklage erhoben.

Bei dem verheerenden Brand im bayerischen Schneizlreuth starben sechs Menschen. SN/APA/dpa/Ferdinand Farthofer
Bei dem verheerenden Brand im bayerischen Schneizlreuth starben sechs Menschen.

Die Staatsanwaltschaft lastet dem Ex-Ortschef von Schneizlreuth (25 km südwestlich der Stadt Salzburg gelegen) bezüglich des Brandes fahrlässige Tötung und Körperverletzung an. Zudem soll er im Prozess gegen den Ex-Betreiber des umgebauten Uralt-Bauernhofs vorsätzlich falsch ausgesagt haben. Der besagte Betreiber des als Gästehaus genutzten Hofs hatte bereits im Februar 2016 am Landgericht Traunstein wegen des Infernos drei Jahre Haft erhalten. Er hatte ohne Genehmigung immer wieder Personen im Bauernhof schlafen lassen.

Der Ex-Bürgermeister soll die illegale Beherbergung vieler Gäste im Hof jahrelang geduldet haben und in seiner Amtszeit nie eine Feuerbeschau veranlasst haben. Ob es zum Prozess gegen ihn kommt, entscheidet nun das Landgericht Traunstein.

Quelle: SN

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