Chronik

Seekirchner Schüler ruderten mit dem Weltmeister

Mit seinem Bruder Paul war Heeressportler Bernhard Sieber U-23-Weltmeister im Ruder-Zweier. Vergangene Woche saß er mit Seekirchner Schülern in einem Boot.

Bei der Hitze waren ein paar Stunden am See kurz vor den Ferien eine willkommene Abwechslung für die Mädchen und Burschen aus der Sportmittelschule Seekirchen. Beim Ruderklub Möve am Wallersee durften sie unter prominenter Anleitung in den Rudersport schnuppern, denn der U-23-Weltmeister von 2012, Bernhard Sieber, persönlich wies sie, unterstützt von Ruderklubobmann Franz Saller, in die ersten Geheimnisse des Rudersports ein.

"Am Anfang war es ein bisschen wackelig, aber das ist ja auf einem Boot normal. Wir sind zu viert gerudert, da muss man sich erste daran gewöhnen, bis es synchron wird", berichtet Cleo Heisler (13) aus der 2c-Klasse über ihre ersten Rudererfahrungen. Auch ihrer Freundin Viktoria Wallner (12) hat es gut gefallen: "Es war lustig. Alex aus unserer Klasse, der mit uns gerudert ist, hat sich das Kommando ,Und ziehen' ausgedacht, und das hat sehr gut funktioniert." Nicht ganz so spannend wie das Rudern selbst war die vorangegangene Theorie für die Kinder, die aber von Workshopleiterin Claudia Ulamec vom Verein für innovative Projekte mit lustigen Spielen aufgelockert wurde.

"Die Buben und Mädchen lernen sehr schnell." Franz Saller, Ruderklub Möve

Durch Claudia Ulamec ist Heeressportler Bernhard Sieber auch nach Seekirchen gekommen. "Sie war meine Betreuerin für meine Masterarbeit zum Thema Rudern und Teamentwicklung. Es ist aber nicht das erste Mal, dass ich mit Kindern arbeite", so Sieber, der dem Seekirchner Nachwuchs in sportlicher Hinsicht ein gutes Zeugnis ausstellt. "Sie haben sich super angestellt. Am Anfang ist es mit den Rudern zwar wie Mikado, aber spätestens nach 45 Minuten funktioniert alles sehr gut. Ein paar haben intuitiv alles richtig gemacht."

In den Wanderbooten vom Ruderklub Möve, die durch einen Kiel stabilisiert sind, brauchte auch niemand Angst vor dem Kentern haben. "Es ist das coole Gefühl des Gleitens, das es ausmacht, und dazu muss man im Team gut zusammenarbeiten. Man sitzt ja im wahrsten Sinne des Wortes in einem Boot", so Sieber, der sich derzeit auf die Heimweltmeisterschaft im August in Ottensheim vorbereitet. Mit dem Leichtgewichts-Doppelvierer rechnet er sich realistische Medaillenchancen aus, erreichte das Team doch im Weltcup zuletzt den zweiten Platz.

Für den Obmann des Ruderklubs Möve, Franz Saller aus Salzburg, hat der Besuch der Schüler wieder gezeigt, dass sich Kinder auch für diesen Sport begeistern lassen: "Die Buben und Mädchen haben es schnell heraußen, wenn sie ein paar Mal fahren." Der Ruderklub Möve, der seit 96 Jahren besteht, sei der einzige wettkampfmäßige Verein in Salzburg, der auch Kinder ausbildet. "Wir haben derzeit rund 25 Kinder im Verein, die von zwei jungen Trainern betreut werden. Im Sommer findet unser Training auf dem Wallersee statt. Hier haben wir sehr gute Bedingungen, auch wenn unser Bootshaus schon zu klein wird", so Saller.

Aufgerufen am 23.08.2019 um 07:21 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/seekirchner-schueler-ruderten-mit-dem-weltmeister-72953041

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