Chronik

Seit 20 Jahren haben sie die Lösung

Innovative Systeme für Hotellerie, Gastronomie und Kliniken entwickelt die Firma GMS. Alle Lösungen und Updates werden zuvor im eigenen Gastronomiebetrieb auf Herz und Nieren getestet.

Von links: Walter Holitzky, Natascha Philipowsky, Karin Polak, Heinrich Hutter, Helena Zantis, Ulrich und Anja Hutter.   GMS
Von links: Walter Holitzky, Natascha Philipowsky, Karin Polak, Heinrich Hutter, Helena Zantis, Ulrich und Anja Hutter.  

Mit neun Jahren ging es für Ulrich Hutter damals ins Werkschulheim Felbertal. In dieser Zeit hat er auch sein erstes Computer-Programm geschrieben: "Mit neun Jahren bin ich mit meiner Mutter in der Metro gestanden. Ich wollte einen Commodore 64. Meine Mutter hatte keine Ahnung, was das ist. Sie hat mir den Computer aber gekauft. Ich habe damals begonnen die ersten Programme zu schreiben", erinnert sich der 41-Jährige.

Mit 13 Jahren ging es schließlich weiter in die HTL Salzburg. Mit 17 gründete er noch während der HTL mit seinem Bruder Heinrich die Computerfirma "Software Stylers" im Lungau: "Es gab damals eine Anfrage von der Bauernkammer in Tamsweg. Sie brauchten 20 Computer für Bäuerinnen. Wir sind fortan selbst hingefahren und haben die Computer bei den Bäuerinnen aufgestellt. Es war unser erster großer Auftrag."

Nach der HTL studierte Ulrich Hutter zwei Jahre lang Wirtschaftsinformatik in Wien. Als der erste wirklich große Auftrag für ein Hotelprogramm kam, hat er das Studium abgebrochen. Aus diesem Software-Großauftrag entstand 1998 die Firma GMS. Inzwischen zählt GMS mit 60 Mitarbeitern zu den größten Firmen in der Branche in Österreich. 15 Personen arbeiten am Katschberg, 30 in Salzburg, fünf in Graz, fünf in Minsk (Weißrussland) und fünf in Berlin.

"Minsk ist spannend. Dort gibt es gute Programmierer und der Markt ist aufstrebend. In Österreich ist es eigentlich nach wie vor so, dass sich wenig Eltern einen Programmier-Job für ihr Kind wünschen. Wir werden schon noch immer als Nerds - also als Einzelgänger, die ständig allein vor dem Computer sitzen - gesehen. Programmierer müssen heute aber im Team arbeiten und sind selbst beim Kunden vor Ort. Es ist ein zukunftssicherer Job bei guter Bezahlung", sagt Hutter. Einziger Nachteil: "Man muss das ganze Leben lang lernen und sich weiterbilden. Ich sehe das aber selbst als Vorteil."

Im Kern programmiert die Firma GMS Lösungen für Hotels, Gastronomie und Krankenhäuser. "Wir sind Komplettanbieter vom Check-IN über Onlinebuchung bis hin zum Kassensystem."

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