Chronik

Seniorenheim Golling ist glücklich in der neuen "Hoamat"

Das WG-Konzept im neuen Gollinger Seniorenheim "Hoamat Achfeld" hat sich schnell als Erfolg entpuppt. Selbstläufer war das aber keiner.

Nach den ersten drei Monaten in den neuen Räumlichkeiten zeigt sich Heimleiterin Andrea Zenzmaier begeistert: "Bei einem Drittel der Bewohner hat sich der Zustand verbessert, sie sind aktiver, nehmen mehr am Leben teil. Eine der Frauen war im alten Heim ein Pflegefall, wurde immer im Zimmer gefüttert. Seit wir hier sind, braucht sie das nicht mehr, sie isst selbst, mit den anderen Bewohnern ihrer Hausgemeinschaft."

Denn das ist das Neue am Konzept in der "Hoamat Achfeld" - gewohnt wird nicht mehr in einzelnen Zimmern, aufgefädelt an langen Fluren, sondern in vier Hausgemeinschaften mit jeweils bis zu zwölf Bewohnern. Jede hat eine Gemeinschaftsküche, einen Aufenthaltsraum und eine gemeinsame Terrasse, je eine Alltagsmanagerin gibt dem Alltag Struktur und unterstützt die Senioren. Jede Hausgemeinschaft ist farblich deutlich gekennzeichnet, dadurch finden sich die Bewohner mit Demenzerkrankungen besser zurecht.

Pflege tritt in den Hintergrund: "Es geht ums Leben"

Natürlich ist auch immer Pflegepersonal vor Ort. "Die Pflege hat dieselbe Qualität wie vorher, ist aber weniger präsent", erklärt Zenzmaier. "Es geht ums Leben, es wird gemeinsam gekocht, gebastelt, Fernsehen geschaut und gefeiert. Das Ganze soll eine Struktur wie eine Familie haben, auch die Alltagsmanager essen gemeinsam mit den Bewohnern. Und wer seine Ruhe haben will, hat sein eigenes Zimmer." Auch das Personal hat seinen eigenen "Ruhebereich" mit Balkon.

Anfangs viel Skepsis gegenüber dem neuen Konzept

Dass das neue Heim so gut funktioniert, ist allerdings kein Selbstläufer: Alt-Bgm. Toni Kaufmann war zu Planungsbeginn sehr skeptisch, dass ein WG-Konzept bei Senioren mit Demenz und/oder hohem Pflegebedarf funktionieren könne. "Auch einige Angehörige waren im Vorfeld sehr skeptisch, ob das funktionieren kann, vor allem das gemeinsame Kochen", sagt Andrea Zenzmaier.

Jetzt hat sich das Gegenteil bewahrheitet: "Manche wachsen über sich hinaus, weil wir ihnen mehr zutrauen. Und weil sie selbstständig überall hinkönnen, werden sie aktiver", sagt Zenzmaier und muss schmunzeln: "Manchmal haben manche Bewohner gar keine Zeit für ihre Angehörigen, weil sie so aktiv und beschäftigt sind."

Mitten im Geschehen

Hilfreich ist da auch die Lage mitten im Ort: "Viele der Bewohner sitzen sehr gern am Fenster und beobachten das Geschehen am Bahnhof gegenüber und im M-Preis im Erdgeschoß."

Momentan wohnen 40 Senioren in der "Hoamat Achfeld", 48 Plätze gibt es. "Die Aufnahmeformalitäten sind für uns administrativ recht aufwendig, daher wird es noch ein bisschen dauern, bis das Haus komplett voll ist. Zudem suchen wir auch noch zusätzliches Pflegepersonal", erklärt Zenzmaier.

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