Chronik

Seniorenheim: Kritik an Auslagerung

Das Seniorenzentrum St. Georg soll ab dem Jahr 2017 vom Salzburger Hilfswerk geführt werden. Nach dem Zeitplan wird Anfang Juni 2016 ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. SN/sw/fink
Das Seniorenzentrum St. Georg soll ab dem Jahr 2017 vom Salzburger Hilfswerk geführt werden. Nach dem Zeitplan wird Anfang Juni 2016 ein entsprechender Vertrag unterzeichnet.

2016 hat das Salzburger Hilfswerk die Betriebsführung des Seniorenheims Bergheim, an dem auch die Gemeinde Elixhausen beteiligt ist, übernommen. Die SPÖ Bergheim hat sich damals vehement gegen diese "Privatisierung" ausgesprochen. Jetzt kommt von den Sozialdemokraten Kritik an der Betriebsführung des Hauses. "Seit der Übernahme durch das Salzburger Hilfswerk herrscht Unruhe im Personal und es gibt Beschwerden von Angehörigen über Qualitätsverlust in der Betreuung der betagten Bewohner", sagt SPÖ-Fraktionsführer Norbert Schratzberger. Ein Grund sei das unterschiedliche Dienstrecht, ist doch ein Teil der Beschäftigten nach wie vor mit einem höheren Kollektivlohn bei der Gemeinde angestellt. "Es hat natürlich auch eine große Personalfluktuation gegeben, die nicht einfach zu bewältigen war", räumt Schratzberger ein. Über die Probleme dürfe aber nicht einfach hinweggesehen werden. "Unsere grundsätzliche Kritik bleibt, dass der Betrieb des Hauses nicht hätte ausgelagert werden sollen. Ein positives Beispiel ist die Marktgemeinde Grödig. Private müssen Seniorenheime ja so führen, dass sie keine Verluste machen."

Bergheims neuer Bürgermeister Robert Bukovc (ÖVP) betont, dass die Gemeinde die Auslagerung des Seniorenheims keinen Tag bereut habe. "Natürlich hat mit der Änderung der Führung ein neuer Stil Einzug gehalten. Veränderung sorgt manchmal für Unruhe, wir haben aber eine gute Personalausstattung." Jedem bereits beschäftigten Dienstnehmer sei freigestanden, in den neuen Kollektivvertrag zu wechseln oder im Gemeindedienst zu verbleiben. Die Gemeinde habe auch keinen Mediator eingesetzt, wie von der SPÖ behauptet. Ihm seien keine Beschwerden von Angehörigen bekannt. "Meine Tür steht immer offen, zu mir kann jeder kommen. Ich bin auch regelmäßig im Seniorenheim", so der Bürgermeister. Tatsache sei, dass sich das Seniorenheim in den vergangenen Jahren immer mehr zum Pflegeheim entwickelt habe. "Das verändert natürlich auch die Aufgabenstellung für das Personal."

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