Chronik

Serieneinbrecher erhielt bei Prozess in Salzburg fünf Jahre Haft

Der 51-Jährige Angeklagte war zu allen 89 vorgeworfenen Einbruchsdiebstählen geständig. Das Urteil ist rechtskräftig.

Das Salzburger Gerichtsgebäude. SN/apa
Das Salzburger Gerichtsgebäude.

Ein Serieneinbrecher ist am Dienstag bei einem Prozess in Salzburg zu einer unbedingten Haftstrafe von fünf Jahren rechtskräftig verurteilt worden. Der 51-jährige Tscheche zeigte sich zu den 89 vorgeworfenen, teils versuchten Einbruchsdiebstählen in Österreich mit einem Gesamtschaden von rund 90.000 Euro geständig.

Er brach von Mai bis August 2019 vorwiegend in Geschäftslokale ein.

Der Angeklagte wurde wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchdiebstahls schuldig gesprochen. Er habe von Anfang die Taten gestanden und damit zur Aufklärung beigetragen, sagte die Richterin. Bei 35 Fakten war es beim Versuch geblieben. Erschwerend war allerdings "die Faktenhäufung und die Strafrückfälligkeit in Verbindung mit 13 Vorstrafen".

Der Tscheche war zuletzt am 20. Juni 2013 in Österreich zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Nach Verbüßung der Strafe wurde er am 6. Mai 2019 aus der Haft entlassen. Nach der Enthaftung habe der Angeklagte dann da weitergemacht, wo er aufgehört habe, trotz eines verhängten Aufenthaltsverbotes in Österreich, warf ihm der Staatsanwalt vor. Er plädierte auf Strafverschärfung bei Rückfall nach Paragraf 39 StGB.

"Es ist schwer zu sagen, warum ich immer wieder Einbrüche begehe, obwohl ich wegen Straftaten schon sehr lange im Gefängnis war", suchte der wortkarge Beschuldigte nach einer Erklärung für seine Taten in nahezu allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Vorarlberg. Vom Vorwurf, der SPÖ-Bezirksorganisation Hollabrunn am 17. Juni 2019 eine Bankomatkarte entwendet zu haben, wurde er mangels Beweise freigesprochen. Das ist auch das einzige Faktum, zu dem der Mann nicht geständig war.

Die Richterin erklärte, ohne Rückfall hätte der Strafrahmen sechs Monate bis zu fünf Jahren Haft betragen. Im Fall des Angeklagten erhöhe sich der Strafrahmen wegen des Rückfalls auf siebeneinhalb Jahre. "Ohne Rückfall wäre fünf Jahre die Höchststrafe gewesen." Mit der fünfjährigen Haftstrafe für den Beschuldigten sei Zweidrittel des Strafrahmes ausgeschöpft, das sei ausreichend, sagte die Richterin.

Der Wert der Beute betrug laut Anklage 49.000 Euro, der Sachschaden rund 42.0000 Euro. Die Richterin sprach den von Privatbeteiligten geltend gemachten Schaden in Höhe von rund 7.000 Euro den Geschädigten zu.

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