Sicherheitshalber: Emotionen rausnehmen,Gehirn einschalten!

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Standpunkt Hermann Fröschl

Die Sicherheit ist ein emotionales Thema und Debatten darüber neigen zu Hysterie und Verunglimpfung. Dabei ist nicht jeder, der vor Gefahren warnt, ein Rechter oder Hetzer. Und nicht jeder, der versucht zu beruhigen, gleich ein realitätsfremder Linker.

Emotionen rausnehmen, Gehirn einschalten! Das muss bei der Sicherheit Priorität bekommen. Denn das Thema ist viel zu wichtig, um es Extremen, gleich aus welchem Lager, zu überlassen.

Wer derzeit versucht, Salzburg auf eine Stufe mit gefährlichen Großstädten zu heben, ist vielleicht ein begabter Populist, aber kein Faktenkenner. Denn Salzburgs Kriminalitätsrate ist noch immer vergleichsweise niedrig. Und sie sinkt - seit Jahren. Auch bei Gewaltdelikten, wie sie jetzt wieder für Schlagzeilen sorgen.

Zugleich muss man betonen: Wohnungseinbrüche, die die Menschen höchst beunruhigen, steigen. Und es gibt in der Stadt leider Gegenden, die die Einheimischen zusehends meiden. Vor allem nachts. Dazu zählen das Areal um den Bahnhof, und der Lechner-Park.

Wenn das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen sinkt, besteht Handlungsbedarf. Die Polizei muss in diesen Gegenden präsenter sein, und die Politik muss mehr unternehmen, um soziale Brennpunkte zu entschärfen. Es kann nicht sein, dass sich Salzburgerinnen und Salzburger in einzelne Stadtzonen nicht mehr trauen.

Aufgerufen am 19.10.2018 um 03:52 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/sicherheitshalber-emotionen-rausnehmen-gehirn-einschalten-38872342

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