Chronik

Sie hoffen aufs Aufsperren

Ihr Traum als Hüttenwirte dauerte vorerst nur eine kurze Zeit.

Die neuen Pächter der Hackel- Hütte Sabrina Müller und Andreas Wimmer SN/sw/privat
Die neuen Pächter der Hackel- Hütte Sabrina Müller und Andreas Wimmer

Sie hatten sich im vergangenen Jahr als neue Pächter für die Dr. Heinrich-Hackel-Hütte (1.550m) am Fuße des Tennengebirges beworben und wurden unter unzählig vielen Bewerbern ausgesucht. Doch nur zwei Wochen dauerte für Sabrina Müller und Andreas Wimmer die kurze Saison als neue Hüttenpächter. "Am 17. März mussten wir alles zusperren."

Wie es für sie nun weitergeht, wissen sie derzeit noch nicht, beide hängen auch finanziell in der Luft: Sabrina Müller war zuvor Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Pfarrwerfen und Andreas Wimmer viele Jahre bei der Firma Meissl Schirme angestellt. Sie haben nicht nur ihre jeweiligen Arbeitsplätze für den Traum als Hüttenwirte aufgegeben, sondern zuvor auch noch ein Haus in Pfarrwerfen gekauft.

"Um staatliche Unterstützung durch den Härtefonds zu bekommen, muss man bis 31. Dezember 2019 sein Unternehmen gegründet haben; unser Gewerbe haben wir jedoch erst im März angemeldet", sagt Müller, "und deshalb steht uns so keine finanzielle Hilfe zu." Zuvor lief das Hüttengeschäft für die engagierten jungen Wirtsleute gut an: "Die Einheimische kennen uns ja und die Leute haben sich sehr darüber gefreut, dass wir jetzt da oben anpacken. Wir bekamen gute Rückmeldungen. Sogar die Übernächtigungsbuchungen waren bereits Anfang März sehr gut, als die Krise startete. Dazu haben wir noch einige Tage vorm Zusperren große Mengen Lebensmittel eingekauft. Ich habe versucht, alles irgendwie zu verwerten; habe alles zerschnitten, eingekocht und eingefroren."

Die zuständige Sektion des Alpenvereins ist entgegenkommend: "Wir haben die bereits bezahlte März-Pacht zur Hälfte wieder zurücküberwiesen bekommen. Jetzt hoffen wir halt wie alle anderen darauf, dass die derzeitige Krise nicht zu lange dauert und wir wieder aufsperren dürfen."

Quelle: SN

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