Chronik

Sie sind bereit für den Weltmeistertitel

Nach ausgezeichneten Erfolgen bei sämtlichen Wettbewerben bereiten sich Thomas Trausnitz und Stefan Planitzer auf die Berufswelt- meisterschaft in Russland vor.

."Mein Training umfasst an die 1000 Stunden", sagt Stefan Planitzer aus Wölting motiviert. Der ausgelernte Maler (Firma Gautsch) bereitet sich seit Februar auf den internationalen Berufswettbewerb "World Skills" vor. 1400 Teilnehmer aus 70 Ländern zeigen dort ihr Können. Jeden Tag übt er in seinem eigenen Trainingsraum in Tamsweg das Tapezieren, Türlackieren, Designen und Anfertigen unter Zeitdruck.

Mit seinem Trainer aus der Steiermark ist er ständig in Kontakt. Er gibt ihm Feedback und Verbesserungsvorschläge. An seinem Beruf schätzt Planitzer vor allem die Vielfältigkeit: "Meine Arbeiten beinhalten unter anderem Schriften, Fassaden, Innenmalereien und Bodenlegungen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn ich in Ortschaften meine Malereien sehe." Der 20-Jährige hat schon an einigen Berufswettbewerben teilgenommen: Er gewann 2016 den Lehrlings- und Landeswettbewerb, 2017 den Bundeswettbewerb und erhielt die Auszeichnung zum besten Lehrling Österreichs als Maler. Durch seinen Erfolg bei der Staatsmeisterschaft letztes Jahr konnte er sich für die Weltmeisterschaft in Russland qualifizieren. Sein Ziel: "Ich will das Beste aus mir herausholen und stolz auf meine Leistung sein können."

Ebenfalls ein leidenschaftlicher Handwerker ist Thomas Trausnitz aus Unternberg. "Ich kann mir nicht vorstellen, im Büro zu sitzen. Ich schraube und werke lieber an Maschinen." Nach der landwirtschaftlichen Fachschule in Tamsweg absolvierte er die Ausbildung zum Forstfacharbeiter und schloss die Lehre als Land- und Baumaschinentechniker (Liebherr) ab. Er gewann 2018 den bundesweiten Lehrlingswettbewerb und wurde Staatsmeister in seinem Beruf. Sein Trainer gibt ihm Tipps, wie man Elektro- und Hydraulikschaltpläne schneller liest und zeigt ihm verschiedene Diagnosesysteme.

Trausnitz studiert Betriebsleitungen und besucht Firmen in Österreich, um diverse Systeme kennenzulernen. Bei der Weltmeisterschaft muss der 20-Jährige unter Zeitdruck Fehler in Maschinen finden, Motoren vermessen und Einspritzrichtungen einstellen. "Durch den Wettbewerb sehe ich, was die Kandidaten aus den anderen Ländern können. Ich konkurriere gerne mit anderen, das spornt mich an." Trotz der umfangreichen Vorbereitung ist der Unternberger gelassen und will beim Wettbewerb vor allem neue Erfahrungen und Bekanntschaften machen.

Die zwei Lungauer nehmen an drei Teamseminaren teil, um die anderen österreichischen Teilnehmer kennenzulernen und das Gruppengefühl sowie die mentale Vorbereitung zu stärken. 46 Teilnehmer aus 41 verschiedenen Berufen vertreten Österreich bei der Berufsweltmeisterschaft in Kazan von 22. bis 27. August. In je zwanzig Stunden Wettkampfzeit müssen die Lungauer ihr Können unter Beweis stellen. "Es ist eine große Chance, die man nur ein Mal im Leben hat", sind sie überzeugt. Die Frage, was sie sich in der Zukunft vornehmen, beantworten beide gleich: "Wir wollen demnächst den Meister machen." Ein Ziel, das sie mit ihrem Ehrgeiz sicher auch bald erreichen werden: Beide machten die Lehre mit Matura und absolvierten die Lehrabschlussprüfung mit Auszeichnung.

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.10.2019 um 02:40 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/sie-sind-bereit-fuer-den-weltmeistertitel-73584316

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