Chronik

Sieben Tage Prozess um mutmaßlich großen Steuerschwindel in Salzburger Szenegasthaus

Von 28. September an müssen sich drei ehemalige Geschäftsführer, der einstige mutmaßliche Buchhaltungschef sowie neun Ex-Mitabeiter eines bekannten Salzburger Szenewirtshauses wegen des Vorwurfs der jahrelangen systematischen Steuerhinterziehung bzw. wegen Beitrags daran am Landesgericht verantworten.

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Der Vorsitzende Richter des Schöffensenats hat bis zum 16. Oktober insgesamt sieben Prozesstage anberaumt. Den teils faktisch, teils auch operativ tätigen Ex-Chefs lastet die Staatsanwaltschaft systematische Hinterziehung von Umsatz-, Körperschafts-, Kapitalertrags- sowie Lohnsteuer an. Inkriminierter Tatzeitraum: 2010 bis 2017; von der Finanz angelasteter Gesamtsteuerschaden: rund 1,5 Millionen Euro.

Laut Anklage wurden Teile der Erlöse bzw. Umsätze über Jahre nicht in die Buchhaltung aufgenommen und regelmäßig Schwarzgeldzahlungen an die Mitarbeiter geleistet. Maßgeblich zu den Malversationen soll der angebliche Ex-Chefbuchhalter beigetragen haben, indem er laut Anklage die täglichen Umsatzzahlen und die Lagerbestände manipulierte.

Die Ex-Mitarbeiter wiederum, vornehmlich Kellnerinnen und Kellner, sollen neben dem regulären Lohn monatlich ein "Sackerl" mit Schwarzgeld kassiert haben. Dadurch hätten sie wissentlich die Finanz um Lohnsteuerbeträge im Ausmaß von 3500 Euro bis zu 25.000 Euro geprellt.

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