Chronik

Skifahrer können helfen

Jede Spende des Zwei-Euro-Pfandes der Keycard kommt dem Verein "Loigom hoit zomm" voll zugute.

V. l.: Bgm. Josef Grießner, Kornel Grundner, Dominik Sobota und Gerlinde Kämmerer vor dem digitalen Citylight mit integrierter Rücknahmebox.   Walter schweinöster
V. l.: Bgm. Josef Grießner, Kornel Grundner, Dominik Sobota und Gerlinde Kämmerer vor dem digitalen Citylight mit integrierter Rücknahmebox.  

Das nennt man einen gelungenen Start: Ende des Vorjahres wurde der Sozialverein "Loigom hoit zomm" gegründet und jetzt läuft schon das erste Projekt zusammen mit den Bergbahnen und der Progress Außenwerbung. Eingefädelt wurde diese Hilfsaktion von der PR-Beraterin Gerlinde Kämmerer: "Kleinere soziale Vereine oder Organisationen haben oft nicht die Ressourcen, um ausreichend an Spendengelder zu kommen. Mir ist dann die Keycard eingefallen und ich habe versucht, Partner zu finden. Ich habe schnell zwei tolle gefunden, die Leoganger Bergbahnen und die Progress Außenwerbung", sagte die Salzburgerin.

Kornel Grundner, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen, dazu: "Der Gedanke hat uns sofort gefallen, er ist ideal für unseren neuen Sozialverein." Dieser Verein entstand nach einem Ideenwettbewerb. "Wir als Bergbahnen und der Tourismus haben unser Dasein im Leoganger Tal. Viele Gäste haben ein wunderschönes Erlebnis bei uns und mit dem Spendenbeitrag eines Keycardpfandes kann jeder etwas an die Region zurückgeben."

Der Verein kümmere sich um Menschen im Ort, die krank, einsam oder in einer Notsituation sind, sagt Bürgermeister Josef Grießner (ÖVP), der als Obmann agiert. "Es wird unbürokratisch und schnell mit einem Krankenbett, Zeit oder Beratung geholfen." Und möglichst professionell agiert, deshalb führt die Gemeinde die ehrenamtliche Arbeit der einzelnen Organisationen zusammen - Grießner: "Ehrenamtliche haben ja oft die Unsicherheit, ob ihre Arbeit rechtlich gedeckt ist, dazu gibt es noch eine große Bürokratie. Eine Mitarbeiterin, die wir geringfügig beschäftigen, koordiniert nun die gesamte ehrenamtliche Arbeit."

Der Verein sei auch eine Plattform für Nachbarschaftshilfe. "Es gibt das Problem, dass ältere Leute vereinsamen. Wir haben Ehrenamtliche, die solche Menschen zu Hause aufsuchen, mit ihnen hogaschtn, über alte Zeiten reden, Aufmerksamkeit schenken, sie zum Arzt, zur Apotheke oder zum Einkauf bringen. Oder einfach Zeit schenken."

Für Dominik Sobota (Progress Außenwerbung) ist es "eine lässige Idee und die Bergbahn ist ein lässiger Partner. Wir sehen, Menschen spenden gerne, wenn sie wissen, wo das Geld hingeht. Für uns war es klar, dass wir unseren digitalen Screen zur Verfügung stellen."

Das Logo des Vereins entwarfen Schüler der Neuen Mittelschule Leogang. Es soll den Zusammenhalt in der Gemeinde symbolisieren. Grießner: "Das Ziel, möglichst viele Spender der Keycard für den Verein zu gewinnen, spornt die ganze Gemeinde an. Auch in den Gondeln, auf Info-Screens oder auf LED-Anzeigen wird für die Aktion geworben. Die Hotellerie weist per Morgenpost ihre Gäste auf die Spendenmöglichkeit hin. Das ist schon eine schöne Sache, wenn alle so hinter dem Verein stehen."

Finanziert wird der Verein über Mitgliedsbeiträge (20 Euro/Jahr) und für zwei Jahre auch über das EU-Programm Leader. Es braucht aber auch Spenden.

Die Aktion ist bereits angelaufen und in der ersten Woche sind 200 Keycards gespendet worden. Insgesamt werden von den Bergbahnen pro Saison ca. 60.000 Karten ausgegeben. "Wenn zehn Prozent gespendet werden, wäre das schon ein schöner Erfolg. Mehr darf es natürlich gerne sein" , betont Grundner. Die Karten können in die Rücknahmebox beim digitalen Citylight bei der Talstation der Asitzbahn eingeworfen werden. Auch die Kassen nehmen die Karten entgegen.

Aufgerufen am 17.09.2019 um 09:16 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/skifahrer-koennen-helfen-63904807

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