Chronik

SN-Leser helfen: Aktion brachte 178.936 Euro - sechs Familien sagen Danke

Für sechs Familien baten die "Salzburger Nachrichten" in der Vorweihnachtszeit um Spenden. Die Resonanz war überwältigend.

Die SN-Leserinnen und -Leser unterstützen diese jungen Menschen und ihre Angehörigen.  SN/prlic,kaindl,huber,hofer,ratzer
Die SN-Leserinnen und -Leser unterstützen diese jungen Menschen und ihre Angehörigen.

Große Spendenfreude zeigte die Leserschaft der "Salzburger Nachrichten" auch heuer wieder bei der vorweihnachtlichen Spendenaktion. Für unsere sechs bedürftigen Familien kamen bis zum Jahreswechsel bisher 178.936 Euro zusammen - für einige Familien wird immer noch gespendet.

Das betrifft vor allem den jüngsten Aufruf für die Lungauer Familie Vukmanović, für die in der Weihnachtsausgabe um Spenden gebeten wurde.

Tochter Anastasia leidet an einer Muskelschwäche, die Familie hat Mühe, die barrierefreie Wohnung in Mariapfarr zu bezahlen: Der Vater war über seine Leasingfirma zuletzt lange in Kurzarbeit, die Mutter kann nicht ohne Weiteres etwas dazuverdienen, weil sie sich intensiv um ihre knapp zweijährige Tochter kümmern muss. Spenden sind hier noch immer über ein Caritas-Konto erwünscht: AT11 3500 0000 0004 1533, "Für Anastasia"

Mit weniger finanziellen Sorgen blickt dank der großzügigen Spenden die vierfache Mutter aus der Stadt Salzburg in die Zukunft. Die Frau hatte den Ausbruch aus einer schwierigen und von körperlicher und psychischer Gewalt belasteten Beziehung gewagt. Aus Angst vor ihrem Ex-Mann möchte sie anonym bleiben. Die Familie ist zuversichtlich, dass der Neuanfang nach all den harten Jahren gut gelingt. Die Mutter kann nun die Schulden zurückzahlen, die sie durch den Umzug in eine eigene Wohnung machen musste. Auch die Ausgaben für die Schulkinder bereiten ihr keine schlaflosen Nächte mehr. Sie habe die schönsten Weihnachten ihres Lebens verbracht, sagt die Frau und lässt allen Spenderinnen und Spendern ausrichten: "Danke für die ganze Unterstützung, meine Kinder sind auch so glücklich." Nicht nur finanziell habe die SN-Leserschaft geholfen, betont Thomas Neureiter von ArMut teilen. "Ein Herr hat angeboten, mit dem ältesten Sohn zu lernen, eine Frau hat Weihnachtsgeschenke für die Kinder besorgt, eine Familie will eine Art Patenschaft bis zum Schulabschluss eines Kindes übernehmen - speziell für die jährlichen Ausgaben für die Schule."

Über eine sehr große Resonanz auf seine Geschichte durfte sich der zehnjährige Dimitrije Vrbanić freuen. Der Bub ist nach einer Infektionserkrankung körperlich stark eingeschränkt. Mit täglichen Therapien und viel Disziplin erkämpft er sich seine Beweglichkeit zurück. Dimitrije ist erst seit Kurzem in Österreich. Er geht in die Volksschule. Seine Lehrer sind überzeugt, dass er im Herbst den Sprung auf ein Gymnasium schaffen kann. Alle Klassenkollegen hätten den Artikel gelesen, sagt Dimitrije. "Ein paar von ihnen sind auch vor unserer Tür gestanden und haben eine Karte mit Weihnachtsgrüßen mitgebracht. Das hat mich sehr gefreut."

Aufgerufen am 16.05.2022 um 11:24 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/sn-leser-helfen-aktion-brachte-178-936-euro-sechs-familien-sagen-danke-115125739

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