SN-Soforthilfe

18 Tonnen Lebensmittel aus Salzburg für die Ukraine

Mit dem Spendengeld der SN-Leserinnen und -Leser wird ein weiterer Lkw losgeschickt. Er bringt Lebensmittel für 5000 Menschen, die davon zwei Wochen ernährt werden können.

SN-Soforthilfe:

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Lkw-Fahrer Wolfgang Doser war schon in ganz Europa unterwegs. Seine Fahrt in die Ukraine, die er am Freitag um 10 Uhr in Salzburg antrat, ist aber die erste an den Rand eines Kriegsgebietes. Bedenken hat er keine. "Wir fahren überallhin", sagt Doser. An Bord seines Sattelzuges sind 18 Tonnen Lebensmittel. Es ist bereits der zweite Lkw mit Hilfsgütern, den das Rote Kreuz mit den Spendengeldern der Leserinnen und Leser der "Salzburger Nachrichten" organisiert hat.

Beim ersten Transport waren Hygieneartikel gefragt, diesmal wurden Lebensmittel benötigt, sagt Salzburgs Landesrettungskommandant Anton Holzer. "Das österreichische und das ukrainische Rote Kreuz kooperieren. Wir bekommen den Bedarf direkt aus der Ukraine gemeldet." Konkret habe der ukrainische Botschafter in Wien das Rote Kreuz um die Entsendung von Lebensmitteln gebeten. In Kooperation mit Spar habe man nun diesen Lkw mit Waren im Wert von 30.000 Euro zusammengestellt. "Damit können 5000 Personen für zwei Wochen ernährt werden."

Auf den Paletten stapeln sich Packungen mit Thunfisch, Dosen mit Gulasch, Haltbarmilch oder Cerealien. "Man braucht Lebensmittel, die schnell und unkompliziert verzehrt werden können", sagt Holzer.

Spar stellte die Waren unter Sonderkonditionen zur Verfügung. "Hilfslieferungen brauchen eine professionelle Abwicklung, deshalb unterstützen wir das Rote Kreuz gerne", sagt Spar-Prokurist Wolfgang Aigner. Die Lebensmittel sollen nun in Gebiete kommen, in denen es wegen des Krieges keine ausreichende Versorgung mit Wasser oder Nahrung gibt.

Personell sei das Rote Kreuz auch in der Ukraine gut aufgestellt, sagt Landesrettungskommandant Anton Holzer. "Dort sind 12.000 Kräfte im Einsatz. Die sind leistungsfähig und wissen, wo die Unterstützung am dringendsten gebraucht wird." Trotzdem gibt es auch personelle Unterstützung aus Österreich: So werden verschiedene Spezialisten in die Ukraine entsandt. Aus Salzburg ist derzeit ein Kommunikationsexperte im Einsatz.

Bisher spendeten die SN-Leserinnen und -Leser mehr als 400.000 Euro an das Rote Kreuz für Hilfe in der Ukraine. In der Karwoche sind mit dem Geld weitere Transporte geplant: In den kommenden 14 Tagen sollen Lebensmittel im Wert von 100.000 Euro in die Ukraine geliefert werden.

In Sachen Flüchtlingsversorgung setzte das Rote Kreuz nun einen weiteren Schritt: Seit Freitag wird das Austria Trend Hotel in Wals in der Nähe des Flughafens gemeinsam mit dem Samariterbund als Grundversorgungsquartier betrieben. 450 Personen können dort untergebracht werden.

Aufgerufen am 20.05.2022 um 08:27 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/sn-soforthilfe-18-tonnen-lebensmittel-aus-salzburg-fuer-die-ukraine-119299363

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