Chronik

Sonneninsel: Nachsorgezentrum für kleine Patienten feiert Geburtstag

Alles, was jungen Patienten und ihren Familien auf dem Weg ihrer Heilung gut tut, finden sie in Seekirchen. Seit drei Jahren gibt es dort die Sonneninsel.

Gewedel vor der Seekirchener Adresse "Sonneninsel 1": Therapiehund Chira und Piri, der Hund des Kochs, begrüßen Besucher. Die beiden sind "Mitarbeiter" im Nachsorgezentrum am Wallersee. Beim dritten Geburtstagsfest an diesem Samstag werden sie dabei sein und tun, was sie am besten können: für Mädchen und Buben da sein und sich streicheln lassen.

In der Sonneninsel nehmen sich Kinder und ihre Familien eine Auszeit vom Stress während Krankheiten, Schmerzen oder Chemotherapie und finden in einen Alltag zurück. Dabei unterstützen sie auch Experten von Außerhalb - ob es nun um Kinderyoga, Voltigieren oder heilsame Kreativitätsschübe in den Bastelecken geht.

"Wir sind ein bedingungslos bedürfnisorientiertes Nachsorgezentrum", beschreibt Geschäftsführer Thomas Janik. Welchen Herausforderungen er sich in den vergangenen drei Jahren stellen musste? "Den Menschen zu erklären, was wir machen." Das Sonneninsel-Konzept sei im deutschsprachigen Raum einzigartig: Betroffene können aus vielen Therapieformen wählen und ganz individuell aussuchen, was ihnen gut tut.

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Finanziert wird das Programm durch Spenden. Fixkosten von 450.000 Euro pro Jahr fallen an. Janik: "Von den Familien nehmen wir kein Geld." Trägerin ist die Österreichische Kinderkrebshilfe. Mit ihrer Unterstützung sammelt die Sonneninsel Spenden, um wirtschaften zu können. "Nachsorge nach Erkrankungen ist nicht gesetzlich verankert. Leider muss uns die öffentliche Hand nicht unterstützen - doch natürlich wünschen wir uns eine Beteiligung der Krankenkassen", erklärt der Geschäftsführer.

Gerade ging das letzte Sommercamp 2016 zu Ende. 27 Geschwister krebskranker Kinder waren am Wallersee, um gemeinsam ihre Erlebnisse aufzuarbeiten. Gestern, Donnerstag, der fliegende Wechsel: Sechs Familien zogen in die Sonneninsel ein. Sie bleiben einige Wochen und sammeln Kraft für die Zukunft. "Wir sind gut ausgelastet und denken schon über neue Pionierarbeit nach", erzählt Thomas Janik. Er plant, Kinder mit unterschiedlichen Krankheitsbildern in Kleingruppen zusammenzuholen. Sein Argument: "Krebskranke sind in ihrem Alltag ja auch nicht ständig nur von Krebskranken umgeben."

Am Samstag lädt das Team der Sonneninsel von 14 bis 20 Uhr zum Fest ein. Am Programm: Steckenpferde basteln, Stoffe bedrucken, grillen - und das Haus kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

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