Chronik

Sonntags zum Spaziergang

Bleiben die Touristen aus, wenden sich die Fremdenführer findig an die Einheimischen. Eine neue Serie macht Lust auf Stadtrundgänge.

Von 100 auf 0 sei das Geschäft der Salzburger Fremdenführer durch Corona zusammengebrochen, sagt Brigitte Sebald (kleines Bild) - "und das, obwohl sich durch Oberammergau ein gutes Jahr abgezeichnet hätte." Die Frau leitet seit 25 Jahren den Verein Salzburg Guide Service, zu dem 120 Salzburger Fremdenführer zählen. Um diesen Mitgliedern trotz fernbleibender Touristen Aufträge zu ermöglichen, wächst noch im Shutdown die Idee sogenannter Sonntagsspaziergänge, wie sie zu früherer Zeit gang und gäbe waren. Die Kollegen werden um Themen gebeten, die sie interessieren. Das Gemälde von Biedermeier-Maler Carl Spitzweg - es hängt im Salzburg Museum - wird zum Markenzeichen, die Aktion unter das Motto "Sehnsucht nach..." gestellt. "Die Idee ist, dass die Salzburger vielleicht zuerst irgendwo in der Stadt gemütlich essen und dann an unseren Spaziergängen teilnehmen", erklärt Sebald die Hintergründe der bis Ende Oktober stattfindenden Spaziergänge. Kommenden Sonntag, 13. September, erfahren die Teilnehmer in der großen Pandemie-Führung "Typhus, Pest und Cholera - Sehnsucht nach Gesundheit" alles über frühere Seuchen und Katastrophen (Treffpunkt: 15 Uhr, Erhardkirche Nonntal). Die Woche darauf, 20. September, führen Muttersprachler unter dem Titel: "Salzburg in Fremdsprachen - Sehnsucht nach der Ferne" wahlweise in Italienisch, Französisch oder Spanisch durch die Stadt. "Wir dachten, das ist vor dem Start der Volkshochschulkurse vielleicht ein guter Anstoß", sagt Sebald.

Alle Spaziergänge finden in Kleingruppen bis maximal 15 Personen statt. Die Kosten belaufen sich auf 15 Euro pro Person. Eine Anmeldung unter www.salzburg-guide.at ist notwendig.

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