Chronik

Soziale Einrichtungen werden mit neuer Schutzausrüstung ausgestattet

Diese soll die Versorgung von Corona-Infizierten vor Ort ermöglichen. Das Land und die Gemeinden übernehmen die Kosten. MINT-Jugendzentren produzieren zudem Schutzmasken mit 3D-Druckern.

Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (links) war bei der Ausgabe von Schutzausrütung im Katastrophenlager des Landes Salzburg durch das Rote Kreuz anwesend. SN/lmz/land salzburg/neumayr/leopold
Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (links) war bei der Ausgabe von Schutzausrütung im Katastrophenlager des Landes Salzburg durch das Rote Kreuz anwesend.

Seit Montag stehen Einrichtungen des Pflegebereichs, den stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und den Soziale Diensten jeweils 20 FFP2-Masken und 20 Schutzkittel, in Summe knapp 3000 Masken und ebenso viele Kittel, zur Verfügung. "Falls ein Covid-19-Fall in einem Seniorenwohnhaus oder einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen auftritt, ist ausreichend Schutzausrüstung vorhanden, um für mindestens 48 Stunden die positiv getestete Person im Haus zu versorgen", erklärt Sozialreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Innerhalb der ersten 48 Stunden sollte grundsätzlich der Transport in das Covid-Haus im Uniklinikum Salzburg oder in das Krankenhaus St. Veit im Pongau erfolgen. "Zusätzlich stellen wir auch noch rund 100.000 Stück Mund-Nasen-Schutz für die Einrichtungen im ganzen Sozialbereich und mobilen Dienste bereit und treffen damit Vorsorge für die nächste Zeit", erklärt Schellhorn weiter. In Kooperation mit den Landeskliniken und dem Landeseinsatzstab werde weiterhin unter Hochdruck daran gearbeitet, die Einrichtungen bei der Versorgung mit hochwertiger Schutzausrüstung bestmöglich zu unterstützen. Die Kosten für diese Lieferung tragen das Land und die Gemeinden.


Schutzmasken aus dem 3D-Drucker

Um den Bedarf an Schutzmasken für die Bevölkerung in der Corona-Krise herzustellen, kommen nun vermehrt auch 3D-Drucker zum Einsatz. Das Land Salzburg stellte am Montag das Projekt "Austrian Covid-19 Crowd-Printing" vor. An diesem beteiligen sich die Salzburg Research, das HappyLab sowie die MINT-Jugendzentren von akzente Salzburg mit insgesamt zehn solchen 3D-Druckern.

Unter Betreuung der MINT-Mentoren Werner Moser und Robert Miksch wurde beispielsweise im Seminarraum von akzente eine Druckerstraße mit vier 3D-Druckern aufgebaut, die Teile einer Ganzgesichts-Schutzmaske (Face Shield) produzieren. "Die ersten dieser Masken werden Senioreneinrichtungen in der Stadt Salzburg zur Verfügung gestellt", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

"Es ist gut, dass die MINT-Initiative hier helfend zum Einsatz kommt und wir über die MINT-Jugendzentren ihre Bedeutung im Alltag unter Beweis stellen können", zeigte sich auch Landesrätin Andrea Klambauer über die praxiserprobten Jugendlichen erfreut. Das Design der Face Shields wurde vom 3D-Drucker-Hersteller Prusa in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Gesundheitsministerium entwickelt und optimiert. Dabei handelt es sich um keine zertifizierte Schutzausrüstung.

Quelle: SN

Aufgerufen am 29.10.2020 um 12:37 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/soziale-einrichtungen-werden-mit-neuer-schutzausruestung-ausgestattet-86497423

Kommentare

Schlagzeilen