Chronik

Spritmangel: Flugzeug überschlägt sich bei Notlandung

Der Pilot und die Passagierin können sich selbst befreien. Sie erleiden nach ersten Informationen leichte Verletzungen. Der Schaden am Flugzeug wird mit 40.000 Euro beziffert.


Bei einer Außenlandung auf einer Wiese in Sillersdorf (Saaldorf-Surheim) im benachbarten Bayern hat sich am Sonntag gegen 19 Uhr ein einmotoriges Ultraleichtflugzeug überschlagen. Der 56-jährige Pilot und seine 49-jährige Passagierin - beide aus München - kamen nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes mit leichteren Verletzungen davon. Der Mann musste wetterbedingt auf dem Weg von Italien nach Landshut seine Flugroute ändern und dann wegen Spritmangel notlanden. Dabei brach die Radaufhängung.

Die Aufhängung des Bugrads brach auf dem buckeligen Untergrund

Aufgrund mehrerer Unwetterfronten musste der Pilot seine ursprüngliche Flugroute ändern, weshalb ihm der Sprit knapp wurde. Er entschied sich für eine Außenlandung auf dem größeren Feld südwestlich von Sillersdorf. Dabei brach auf dem buckeligen Untergrund die Aufhängung des Bugrads, das Flugzeug kippte, überschlug sich um und blieb auf den Dach liegen.

Augenzeugen auf dem nahen Golfplatz schlugen Alarm

Auf dem Golfplatz Weng südlich der Unfallstelle hatten mehrere Leute die Notlandung verfolgt und gegen 19.15 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die Leitstelle Traunstein alarmierte zunächst die Freiwillige Feuerwehr Ainring, die Kreisbrandinspektion und das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, den Freilassinger Notarzt, den Traunsteiner Rettungshubschrauber "Christoph 14" und das Einsatzleiter Rettungsdienst. Die Einsatzstelle lag zwischen dem Bibergraben (Gemeindegrenze) am nördlichen Ende des Ainringer Golfplatzes und der Sur bereits auf dem Gebiet von Saaldorf lag, weshalb die Freiwillige Feuerwehr Saaldorf nachalarmiert wurde.

Die beiden Verletzten wurden in die Kreisklinik eingeliefert

Das Rote Kreuz versorgte die beiden Insassen notärztlich und brachte sie zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Feuerwehr demontierte den Flieger unter telefonischer Anleitung eines Experten und half bei der Bergung des Flugzeugs, das von einem örtlichen Abschleppdienst abtransportiert wurde. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge entstand Totalschaden in Höhe von rund 40.000 Euro. Ein Flugsachbearbeiter der Freilassinger Polizei führt die Ermittlungen zur Unfallursache und den Folgen des Unfalls.

Großeinsatz für die Feuerwehr sowie das Rote Kreuz

Aufgrund der zunächst unklaren Lage über Zahl und Art der Verletzungen forderte die Polizeieinsatzzentrale ein Großaufgebot an Einsatzkräften an. Die Polizei war mit acht Streifen der umliegenden Dienststellen vor Ort. Die Feuerwehren Saaldorf und Ainring mit rund 60 Einsatzkräften, das bayerische Rote Kreuz mit acht Sanitätern und zwei Notärzten.

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