Chronik

St. Gilgen: Im Radtunnel von Pkw angefahren

Eine 87-Jährige fuhr irrtümlich in den Tunnel ein und kollidierte mit einem Rennradler.

An der Kienbergwand verlaufen Kfz- und Radverkehr in verschiedenen Röhren. Ein Pkw kollidierte im Radtunnel mit einem Rennrad.  SN/privat
An der Kienbergwand verlaufen Kfz- und Radverkehr in verschiedenen Röhren. Ein Pkw kollidierte im Radtunnel mit einem Rennrad.

"Das war schon echt gruselig. Damit rechnet man einfach nicht." Noch immer kann ein 48-jähriger Salzburger Rennradfahrer kaum fassen, was ihm am Mittwoch in St. Gilgen passiert ist. Mitten im Fahrradtunnel auf der Kienbergwand-Landesstraße (L217) kam dem Mann ein Auto entgegen. Der Hobbysportler versuchte noch auszuweichen, kam jedoch ins Schlittern und prallte mit dem Hinterreifen und Rahmen seines Rads gegen den Pkw. Er zog sich Abschürfungen und Prellungen am Fuß zu. Sein Rennrad wurde bei dem Unfall schwer beschädigt.

Am Steuer des Autos saß eine 87-jährige Frau aus Wien. Laut eigenen Angaben hatte sie nicht bemerkt, dass sie in einen Tunnel für Radfahrer eingefahren war. Kurz vor dem Kienbergwandtunnel fuhr die Pensionistin laut Polizei mit ihrem Pkw von der Landstraße ab und setzte ihre Fahrt im Radtunnel fort. An der Kienbergwand verlaufen Kfz- und Radverkehr in zwei Tunnelröhren getrennt. "Die Regelung funktioniert eigentlich tadellos. Man muss schon ziemlich wegschauen, um nicht zu bemerken, dass das ein Radweg ist", sagt der 48-Jährige. Zudem sei der Radweg im Tunnel relativ schmal. "Die Frau hatte ein kleines Auto, mit einem SUV wäre sie nicht einmal durchgekommen."

Zwei Mountainbiker bemerkten die Autofahrerin noch vor dem Unfall. Sie fuhren der Pensionistin nach und hielten den Pkw schließlich an. Laut Polizei klärten die beiden Männer die 87-Jährige über ihre Irrfahrt fort. Dennoch fuhr die Frau im engen Tunnel einfach weiter. Kurz nach einer Kurve kam es schließlich zur Kollision mit dem 48-jährigen Salzburger: "Gott sei Dank war das Auto nicht allzu schnell unterwegs. Ich denke, die zwei Mountainbiker haben Schlimmeres verhindert."

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