Chronik

"Stadt.Land.Fluss" im Museum Burg Golling

Die neueste Sonderausstellung ist der Abschluss der Kooperation mit dem bayerischen Tittmoning.

Am 9. Mai hätte sie starten sollen. Am 14. Juni wurde sie dann aufgesperrt - und offiziell eröffnet wird die Sonderausstellung "Stadt.Land.Fluss" coronabedingt nun erst heute, Donnerstag. Die Ausstellung ist der Schlusspunkt der Kooperation mit der bayerischen Stadtgemeinde Tittmoning und des 2016 gestarteten Interreg-Projekts.

Sie beginnt gewissermaßen schon im Stiegenhaus vor dem Museumseingang - dort sind Bilder sämtlicher Salzach-Brücken zwischen Golling und Tittmoning aufgehängt. Die Salzach spielt auch die Hauptrolle im ersten Ausstellungsraum. Eine knapp sieben Meter große Karte dominiert den Raum, rundherum werden dazupassende Themen behandelt: die jahrhundertealte Salzschiffahrt auf der Salzach und die (jahrhundertelang erfolglose) Personenschiffahrt, die Nebenflüsse, die Hochwasserereignisse der letzten Jahrhunderte sowie die Fischerei. "29 Fischarten sind in der Salzach historisch verbürgt, der größte davon war der Beluga-Stör, der bis zu vier Meter groß werden konnte", sagt Museumsleiterin Hemma Ebner.

Trachten, Mundart und Gewerbe

Um Trachten und Mundart geht es dann in den weiteren Räumen. Traditionelle Trachten aus dem Tennengau und Tittmoning werden gezeigt und erklärt, zwei Hörstationen geben Einblicke ins "Tennengauerisch". "Wir konnten dafür kurz vor dem Shutdown noch ein sehr interessantes Gespräch mit der Altwirtin vom Pointwirt, Elisabeth Wallinger, die heuer ihren 100. Geburtstag feiert, führen, und die NMS Golling hat die Salzburger Landeshymne eingesungen", sagt Ebner.

Neben der Geschichte der beiden Burgen geht es dann im Abschluss der Ausstellung um die Eigenheiten der beiden Orte - die spannende des Tourismus in Golling und die verschiedenen Handwerksberufe in Tittmoning. "Zum Beispiel auch die Strumpfstricker oder Tuchscherer, Gewerbe, die heute keiner mehr kennt", sagt Ebner. Dominiert wird der Raum von einer Figur von Johann Schachermeier - einem Gollinger "Gemeindewachter" der 1940er-Jahre und späterer Gendarmerie-Bezirksinspektor.

Ausstellung wird 2021 fortgeführt

Die Ausstellung läuft noch bis 25. Oktober, wenn das Museum in Winterpause geht. Aufgrund der heuer verkürzten Ausstellungsdauer wird sie aber höchstwahrscheinlich auch im Frühjahr noch fortgeführt. "Wir möchten gerade den Einheimischen noch die Gelegenheit geben, sich das anzuschauen", sagt Museumsleiterin Hemma Ebner.

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