Die Impfung unter die Leute zu bringen wird schwerste Übung

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Standpunkt Anton Prlić

Die Impfung gegen das Coronvirus wird kommen - früher oder später. Was wir in der Erforschung des Impfstoffes derzeit erleben, ist eine Meisterleistung der internationalen Hightech-Medizin. In einem kollektiven Kraftakt werden derzeit fast 200 Impfstoffe erforscht, Experten rechnen mit ersten (seriösen) Zulassungen Anfang des kommenden Jahres.

Danach könnte es zu einer noch schwereren Übung kommen. Denn damit wir alle wieder unseren Alltag ohne Corona zurückbekommen, brauchen wir eine hohe Durchimpfungsrate. Nicht jeder wird durch die Impfung geschützt sein. Zudem ist davon auszugehen, dass man sich immer wieder gegen das Virus impfen lassen muss, da die Antikörper dagegen wieder verschwinden.

Es wird ein schwieriges Unterfangen, das einem großen Teil der Bevölkerung klarzumachen. Mit der Ausbreitung des Coronavirus verbreiten sich auch Falschinformationen rund um das Virus und Impfungen im Allgemeinen. Zwar steigt die Impfbereitschaft bei einem Teil der Bevölkerung: Das zeigt das starke Interesse an der bevorstehenden Grippeimpfung. Aber in Salzburg ließen sich zuletzt nur fünf Prozent gegen die Grippe impfen. Für einen Herdenschutz gegen Covid dürften Impfraten von 70 Prozent nötig sein. Das ist ein weiter Weg.

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