Lange Dauer ist für alle belastend

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Standpunkt Andreas Widmayer

Im April 2018 ist der kleine David gestorben - nach einer Blutschwämmchen-Operation unter Vollnarkose an dem nicht nüchternen, damals 17 Monate alten Buben. Dass es auch zweieinhalb Jahre nach der Tragödie noch immer kein Urteil erster Instanz gibt, stößt sauer auf.

Ungeachtet verständlicher Verfahrensverzögerungen wegen Corona und mehrwöchigen Krankenstands von Prozessbeteiligten: Allein bis zur Einbringung des Strafantrags durch die Staatsanwaltschaft gegen die Ärzte dauerte es bis Oktober 2019. Obwohl die Gutachten zu diesem Zeitpunkt schon etliche Monate vorlagen. Inzwischen ist das Verfahren seit neun Monaten im Prozessstadium - Urteil weiter nicht in Sicht.

Die sehr lange Verfahrensdauer ist für Davids Eltern eine zusätzliche Belastung, wollen sie doch die Tragödie, die sie mit voller Wucht traf, endlich gerichtlich aufgearbeitet sehen.

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