Statistik

Erster Corona-Todesfall in Salzburg wegen Omikron-Variante

Seit Beginn der Pandemie sind im Bundesland Salzburg 802 Menschen (Stand: 21. Jänner 2022) in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Nun gibt es den ersten Todesfall, der auf die Omikron-Variante zurückzuführen ist.

Symbolbild. SN/APA (dpa/Symbolbild)/Jonas Güttl
Symbolbild.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Salzburg steigt weiter, sie liegt heute bei 2394. In fünf Bezirken wurden die Spitzenwerte der Herbstwelle bereits übertroffen. "Omikron hat in Salzburg im Vergleich zu anderen Bundesländern früher begonnen, wir sehen Anzeichen für einen Höhepunkt der Welle Ende Jänner, Anfang Februar", sagt Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik.

Omikron trifft derzeit eher jüngere Personen

"Omikron ist bei den Jüngeren deutlicher ausgeprägt, bei den 10- bis 19-Jährigen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell über 4000. 15- bis 40-Jährige verzeichnen doppelt so hohe Inzidenzen wie bei der vierten Welle. Bei den über 60-Jährigen ist die Inzidenz allerdings 20 bis 30 Prozent unter der vierten Welle, was natürlich auch auf die Auffrischungsimpfungen bei den höheren Altersgruppen zurückzuführen ist", sagt Gernot Filipp.

Hoppe: "Omikron ist nicht harmlos"

"Auf den Intensivstationen sind aktuell noch vor allem Patienten mit der Delta-Variante, mittlerweile aber auch der erste Ungeimpfte mit Omikron unter Beatmung. Daher: Omikron ist nicht harmlos. Es ist mittlerweile auch der erste Todesfall mit der neuen Virusvariante im Bundesland zu beklagen. Die Zahlen in den Spitälern nehmen zu, alle Neuaufnahmen sind durch Omikron verursacht. Insgesamt erwarten wir aber keine Explosion der Zahlen in den Spitälern. Die Boosterimpfung erweist sich zur Vermeidung von schweren Krankheitsverläufen als sehr wirksam und verringert das Risiko einer stationären Aufnahme um 80 bis 90 Prozent", so die Sprecherin des medizinischen Krisenstabs, Primaria Uta Hoppe.

Die Spitalszahlen vom Freitag, 21. Jänner: 75 Covidpatienten in den Spitälern, 17 davon auf der Intensivstation. 17.556 Menschen in Salzburg waren an diesem Tag als aktiv infiziert erfasst. Das war der Stand um 6.31 Uhr. Das Dashboard um 15.31 Uhr zeigte bereits einen Wert von 18.450 aktiv Infizierten landesweit an.

Contact Tracing: Mehr als 3700 Indexpersonen kontaktiert

Seit Mittwochabend ist übrigens das neue, automatische SMS-System des Landes für Indexpersonen im Einsatz. Bis Freitag, 11.30 Uhr wurden bereits über 3700 Indexpersonen durch ein SMS kontaktiert. Sie wurden zuvor bei einem behördlich angeordneten Test in der Drive-in-Station des Roten Kreuzes positiv getestet. Oberst Peter Schinnerl, Leiter des zentralen Coronamanagements in Salzburg, sagt: "Die ersten Einsatztage des neuen SMS-Systems stimmen positiv. Die Rücklaufquote zum Start beträgt bereits mehr als 50 Prozent."

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