Chronik

Staus im Reiseverkehr: Testbetrieb für Tauernautobahn ohne Blockabfertigung

Dieses Wochenende wird der Verkehr auf der Tauernautobahn bei Golling, Flachau und Flachauwinkl nicht wie gewohnt durch Blockabfertigung geregelt. Es kam zu Staus und Behinderungen. Dennoch zeigt sich Verkehrslandesrat Stefan Schnöll zufrieden.

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Rote Ampeln leuchten für den Reisenden auf der Tauernautobahn meist schon recht früh auf. Nicht so an diesem Wochenende: Autofahrer werden bis zur Mautstation in St. Michael im Lungau weitergeleitet. Anrainergemeinden sollen so vom Umgehungsverkehr entlastet werden. "Ich sehe nicht ein, dass unsere Ortszentren für den Ausweichverkehr genutzt werden", sagte Verkehrslandesrat Schnöll (ÖVP). Es gebe zusätzlich Fahrverbote für Pkw mit Wohnwagen.

Am Samstagnachmittag zog Schnöll eine erste Bilanz: "Der Testlauf ist positiv verlaufen. Wir waren mit den Behörden stets gut abgestimmt. Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen und bringen Entlastung für unsere Gemeinden." Laut Asfinag konnten so viele Fahrzeuge wie noch nie abgefertigt werden - teilweise bis zu 3000 Fahrzeuge pro Stunde vor dem Tauerntunnel. "Das zeigt, dass die Maßnahme wirkt", ergänzt Schnöll.

Blockabfertigung teilweise eingesetzt

Aber ganz ohne Blockabfertigung ging es dann doch nicht: "Zwischendurch waren die Ampeln auf Höhe des Zederhauses und bei Flachauwinkl dann doch wieder auf rot geschaltet", sagte ÖAMTC-Stauberater Martin Bühringer. Der Rückstau wäre so groß geworden. Aber auch er sieht den Testlauf positiv. Kommenden Samstag wird der Test nochmals durchgeführt, bevor die ASFINAG mit der Evaluierung startet.

Staus und Behinderungen Richtung Süden

Staus und Behinderungen gab es dann schon in den frühen Morgenstunden: Ein Auffahrunfall und eine länger dauernde Panne im Brentenbergtunnel waren der Grund. Auch vor dem Katschbergtunnel in Richtung Süden kam es zu Behinderungen, auf der Gegenfahrbahn galt es zusätzlich einen Fahrbahnschaden zu beheben.

Fahrbahnschaden auf der A10

Kurz nach 8 Uhr war auf der A10 bei der Einhausung Trebesing zwischen dem Knoten Spittal und Gmünd-Maltatal der Fahrbahnschaden registriert worden; die Autobahn wurde für etwa zwei Stunden gesperrt. Dies hatte einen kilometerlangen Stau zur Folge, der Verkehr wurde über die Katschberg Straße (B99) umgeleitet.

Den längsten Stau gab es am Samstag aber einmal mehr vor dem Karawankentunnel auf der A11. Bereits gegen 10 Uhr stand der Verkehr in Fahrtrichtung Slowenien auf einer Strecke von rund neun Kilometern still.

Quelle: SN, Apa

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