Chronik

Stichwahl in Hallein war schnell eine klare Sache

Die Halleiner Bürgermeisterstichwahl ging überraschend klar an SPÖ-Kandidat Alexander Stangassinger. In der Gemeindevertretung muss er sich nun Mehrheiten suchen.

Hallein. Kurz, aber schmerzvoll: So könnte man aus ÖVP-Sicht wohl das Finale des Wahlsonntags beschreiben. Schon das erste Sprengelergebnis um 16.30 Uhr aus Hallein-Neustadt ging an SPÖ-Kandidaten Alexander Stangassinger und dann ging es Schlag auf Schlag weiter - eine Viertelstunde später waren nur die Sprengel Rif und Burgfried-Ost noch nicht ausgezählt und Stangassinger lag bereits ca. 800 Stimmen vor ÖVP-Bürgermeister Maximilian Klappacher. Manche SPÖ-Unterstützer im Sitzungssaal des Rathauses rechneten noch, ob sich das ausginge, manche jubelten schon. Zwei Minuten später war es amtlich: Stangassinger gewann alle Sprengel bis auf Rehhof, insgesamt kam er auf 56,29 Prozent (4522 Stimmen) gegenüber 43,71 Prozent (3511 Stimmen) von Klappacher.

Stangassinger schweben "gewisse Ressorts" vor

Die Zeit bis zur konstituierenden Sitzung der neuen Gemeindevertretung Mitte April (das genaue Datum stand bei Redaktionsschluss Montagabend noch nicht fest) will Stangassinger nutzen, um Gespräche mit sämtlichen Fraktionen, aber auch innerhalb der eigenen Partei zu führen. Was die Ressortverteilung in der Gemeindevorstehung betrifft, wollte sich Stangassinger noch nicht festlegen. "Mir schweben zwar gewisse Ressorts vor, aber die Verteilung muss ja auch von einer Mehrheit beschlossen werden." Auch wer den der SPÖ-Fraktion zustehenden Posten des zweiten Vizebürgermeisters besetzen wird, stand zu Beginn der Woche noch nicht fest. "Über Personen reden wir erst am Schluss."

Der unterlegene Noch-Bürgermeister Maximilian Klappacher (ÖVP) konnte im TN-Gespräch am Montagnachmittag noch nicht sagen, wie es persönlich mit ihm weitergehen wird. Die von ihm schon am Wahltag angekündigte "Rückzugsphase" der Partei wollte er zeitlich nicht eingrenzen. "Das Team ist bis zum Schluss gerannt. Jetzt muss man auch einmal ausruhen dürfen. Dann werden wir gemeinsam entscheiden. Solche Entscheidungen trifft man am besten, wenn man ausgeruht und fit ist", so Klappacher.

FPÖ fordert eine "Zukunfts-Koalition"

"Was die künftige Stadtregierung betrifft, stehen wir für Verhandlungen über eine Zukunfts-Koalition bzw. ein Arbeitsübereinkommen für Hallein bereit", sagt FPÖ-Stadtparteiobmann Oliver Mitterlechner. Klares Ziel der FPÖ sei es nach wie vor zu gestalten. "Ein freies Spiel der Kräfte halten wir aufgrund des Wahlergebnisses nicht für sinnvoll."

"Für ein freies Spiel der besten Ideen" spricht sich Kimbie Humer-Vogl von den Grünen aus. "Nach Jahren der absoluten Mehrheit wird das unserer Stadt guttun." Die einzige NEOS-Mandatarin - und als solche wohl Zünglein an der Waage - Anita Eisenmann wollte dazu bis Redaktionsschluss nichts sagen.

Ein kurz vor der Stichwahl von Bürgermeister Maximilian Klappacher verkündetes Wahlzuckerl, die Übersiedelung des Biomarkts vom Griesplatz auf den Kornsteinplatz schon im April, ist durch das Wahlergebnis zumindest wieder in etwas weitere Ferne gerückt. Alexander Stangassinger: "Wir waren zwar immer eher dafür, aber darüber wurde noch in keiner Sitzung abgestimmt. Offiziell ist das jedenfalls noch nicht."

Aufgerufen am 27.09.2020 um 03:09 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/stichwahl-in-hallein-war-schnell-eine-klare-sache-67851247

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