Chronik

Stieftochter jahrelang misshandelt und vergewaltigt: Prozess gegen 41-jährigen Salzburger geplatzt

Angeklagter kurzfristig erkrankt. Salzburger Schöffenverfahren wurde auf den 26. Februar vertagt.

Symbolbild.  SN/apa/dpa
Symbolbild.

Ein besonders erschütternder Missbrauchsprozess musste am Montag am Landesgericht gleich nach Aufruf der Sache vertagt werden. Grund: Der angeklagte 41-jährige gebürtige Tennengauer, der im Pinzgau seine inzwischen 18-jährige Stieftochter rund zehn Jahre lang misshandelt, gequält und sie im Alter von sieben bis 14 Jahren auch regelmäßig vergewaltigt haben soll, ist erkrankt. Laut Information der Justizanstalt Puch-Urstein kurz vor Prozessbeginn an das Gericht handelt es sich aber nicht um eine Corona-Erkrankung. Der 41-Jährige sitzt seit mittlerweile 14 Monaten in U-Haft.

Die Stieftochter erlitt durch die inkriminierten schrecklichen Attacken eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie ist seit mittlerweile einem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung. Dem Angeklagten drohen in dem Schöffenprozess (Vorsitz: Richterin Martina Kocher) bis zu 15 Jahre Haft sowie die gleichzeitige Einweisung in eine Anstalt für zwar zurechnungsfähige, aber geistig höhergradig abnorme Rechtsbrecher. Zudem begehrt Opferanwalt Stefan Rieder für das gepeinigte Mädchen einen Schmerzensgeldzuspruch in Höhe von 50.000 Euro.

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