Chronik

Stolperstein für ehemalige Magistratsmitarbeiterin verlegt

Zwei neue Gedenksteine als Erinnerung an Opfer des nationalsozialistischen Regimes in Salzburg.

440 Stolpersteine gibt es derzeit in der Stadt Salzburg. Die in die Gehsteige vor Hauseingängen verlegten Quader erinnern an ehemalige Bewohner, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden sind. Die jüngsten beiden Steine sind Anna Machek und ihrer Tochter Antonia gewidmet, informierte die städtische Pressestelle am Donnerstag.

Anna Machek wurde 1944 wegen regimekritischer Aussagen verhaftet, vom Magistrat entlassen, in der Haft misshandelt und ihr wurde ihre neugeborene Tochter weggenommen, die wenige Tage danach verstarb. Anna Machek überlebte den Krieg und starb 1988 in einem Seniorenheim in Salzburg.

Anlässlich der Verlegung der beiden Stolpersteine betonte Magistratsdirektor Martin Floss, dass "auch heute Verwaltungen die Verantwortung haben, sich gegen totalitäre Tendenzen zu stellen und den Menschenrechten zum Durchbruch zu verhelfen. Deswegen haben wir als Stadtverwaltung die Patenschaft für diese beiden Steine übernommen." Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold (Bürgerliste) dankte Bauhofleiter Michael Wanner und seinem Team für die tatkräftige Unterstützung seit dem Projektstart 2007. "Es freut mich sehr, dass der Bauhof so engagiert hinter dem Erinnerungsprojekt steht. Auch heuer wieder haben Bauhof-Mitarbeiter der Stadt das Personenkomitee Stolpersteine zwei Tage lang begleitet und zahlreiche Steine verlegt. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen der NS-Opfer."

Quelle: SN

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