Chronik

Stolperstein-Komitee in Hallein wird neu aufgestellt

Neben einer Vereinsgründung sind weitere Aktionen geplant.

Florian Koch und Kimbie Humer-Vogl vom überparteilichen Personenkomitee Stolpersteine Hallein reinigen einen der Steine. SN/sw/struebler
Florian Koch und Kimbie Humer-Vogl vom überparteilichen Personenkomitee Stolpersteine Hallein reinigen einen der Steine.

Seit 2013 wurden in Hallein über 40 Stolpersteine verlegt. Die 10 x 10 cm großen Messingtafeln erinnern an die Vernichtung der Juden und anderer Minderheiten durch die Nazis. Acht Jahre nach der Gründung durch den verstorbenen Walter Reschreiter stellt sich das überparteiliche Personenkomitee "Stolpersteine Hallein" jetzt auf neue Beine.

"Um Förderungen von der Stadtgemeinde zu bekommen, ist eine Vereinsgründung nötig", sagt die grüne Integrationsstadträtin und Klubobfrau der Grünen im Landtag, Kimbie Humer-Vogl. Am 5. November findet dazu ein Koordinationstreffen statt. Interessierte können sich per E-Mail (kimbie.humer@aon.at) anmelden. Neben Putzaktionen und dem Gedenken an die Pogromnacht ("Hallein leuchtet" am 8. 11., 17 Uhr, Rathaus) sind künftig auch Führungen und Vorträge geplant. Weitere Stolpersteine sollen verlegt werden. "Drei fertige Steine liegen bereits bei uns. Die wollen wir verlegen", sagt Humer-Vogl.

Einer ihrer Mitstreiter der ersten Stunde, SPÖ-Sozialstadtrat Florian Koch, will eruieren, welche Personen für weitere Steine infrage kommen. Des Weiteren wollen die bestehenden Mitglieder des Komitees eine Liste der bisher verlegten Steine samt Ortsangabe erstellen, um diese dann einzelnen Betreuern zuzuweisen. "Erfreulicherweise haben wir Zusagen von vielen Menschen erhalten, die mitarbeiten wollen", so Humer-Vogl.

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