Chronik

Streit, Trennung, Einsamkeit: Familienberatung hilft

Die Arbeitsgemeinschaft "Beratung, Psychotherapie und Mediation" feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Auch in Salzburg wird beraten und Streit geschlichtet.

"Die Gelder für Familienberatung sind leider seit vielen Jahren eingefroren, und für neue Projekte oder Schwerpunkte, zum Beispiel Onlineberatung, ist kein Geld da", sagt ARGE-Sprecherin Susanne Savel-Damm. Bedarf gibt es allerdings durchaus: Die Berater und Beraterinnen der in dieser ARGE vertretenen 120 Familienberatungsstellen aus ganz Österreich begleiten jährlich mehr als 60.000 Menschen. Damit leisten sie einen großen Beitrag zur psychosozialen Versorgung im Land.

Seit 1976 gibt es die Familienberatungsstelle in Salzburg. Sie ist staatlich gefördert, auch die Kirche leistet ihren Beitrag. Beziehungssorgen und Erziehungsfragen "Zu uns kommen Menschen mit Beziehungssorgen, viele der Klienten haben Paarprobleme. Trennung und Scheidung stehen oft im Raum", sagt Savel-Damm, die die Familienberatungsstelle der Erzdiözese in Salzburg leitet. Auch Streitereien zwischen Eltern und ihren Kindern versucht das Team zu schlichten - oder man sucht gemeinsam Lösungen, wenn Erziehungstipps gefragt und Kinder verhaltensauffällig sind.

"Seit 2013 arbeiten wir auch gemeinsam mit Juristen an den Bezirksgerichten mit", berichtet Savel-Damm. Außerdem sei das Team Erstanlaufstelle für Menschen mit psychischen Problemen oder für jene, die an Einsamkeit leiden. Beratungsstellen befinden sich in der Landeshauptstadt in der Elisabethstraße und am Mirabellplatz, dazu kommen jene in Zell am See, St. Johann und Tamsweg.

Die Arbeitsgemeinschaft "Beratung, Psychotherapie und Mediation" feierte vor kurzem in St. Virgil das 40-jährige Bestehen. Einen Wunsch zum Geburtstag hat ARGE-Sprecherin Savel-Damm: "Ich hätte gerne eine größere Lobby, wenn es um Familienthemen geht!"

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