Chronik

Stürmischer Nordwestwind bringt Schnee bis in den Flachgau

Die trockenen Tage im Jänner sind vorbei. Nach dem sonnigen Mittwoch ändert sich das Wetter, ab Donnerstag folgen Tage mit Niederschlägen - und Schnee bis in den Flachgau.

Schnee kommt bis in tiefe Lagen. SN/APA/BARBARA GINDL
Schnee kommt bis in tiefe Lagen.

Die ersten Wolken ziehen in der Nacht auf Donnerstag auf und bringen die ersten Niederschläge. Christian Resch, Meteorologe bei der ZAMG in Salzburg-Freisaal, sagt: "In der Früh wird es im Flachgau noch regnen, aber am späten Vormittag bis Mittag sollte es auch hier zu schneien beginnen."

Große Neuschneemengen sind nicht zu erwarten. Fünf bis zehn Zentimeter seien es, sagt Resch: "Und ähnlich wird es am Freitag ausschauen. Niederschläge kommen dann als Schnee." Und zwar landesweit mit Ausnahme des Lungaus. Stürmische Winde bringen die Niederschläge aus Richtung Nordwesten nach Salzburg, dort bremsen sie sich im Nordstaubereich der Alpen ein - und somit ist es südlich des Alpenhauptkamms eben weitgehend trocken.

Deutlich mehr Schnee als in den Niederungen des Flachgaus ist aber im Gebirge zu erwarten. "Ein halber Meter könnte es schon werden", sagt Resch: "Es wird halt ein winterliches Wochenende."

Wetter dreht Kitzbühel-Programm um

Und just an diesem Wochenende sind im benachbarten Kitzbühel die Hahnenkamm-Rennen im alpinen Skiweltcup der Männer angesetzt. Marcel Hirscher ist als Vorläufer am Start. Auch Kitzbühel befindet sich im besagten Nordstau der Alpen.

Die Wetterprognosen machen eine Programmänderung für die alpinen Hahnenkammrennen in Kitzbühel notwendig. Der Slalom-Klassiker der Männer auf dem Ganslernhang soll nun bereits am Samstag (10.15/13.45/live ORF 1) in Szene gehen, eingebettet in die zwei Abfahrten am Freitag (11.30) und Sonntag (13.30). Für Samstag sind laut Wetterprognosen 30 bis 60 Zentimeter Neuschnee möglich, weshalb das einfacher durchführbare Technikrennen vorgezogen wurde.

Die erste Abfahrt auf dem Hahnenkamm ist weiter für Freitag geplant. Auch da erwarten die Organisatoren Neuschnee, es könnte aber ein Wetterfenster geben, das die Abhaltung möglich macht. Danach können die Speed-Spezialisten laut aktueller Planung einen Tag durchschnaufen.

Am Mittwoch trainierten die Abfahrer erstmals, dies bei Kaiserwetter. Für das Abschlusstraining am Donnerstag könnte der Wind ein Faktor werden, erklärte FIS-Chef-Renndirektor Markus Waldner bei der Mannschaftsführersitzung. "Wir wollen versuchen, von ganz oben zu fahren." Für Sonntag wurde eine ungewöhnlich späte Startzeit gewählt, um den Pistenarbeitern mehr Zeit zu geben.

Der Programm-Tausch hatte sich bereits abgezeichnet. Fleißige Schaufler und die Pisten-Maschinen stünden parat, erklärte der Präsident des Kitzbüheler Skiclubs, Michael Huber. "Möge die Übung gelingen."

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Porträt am Donnerstag

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