Chronik

Suche mit Happy End: Zweijähriger verlief sich in Kaprun

Ein zweijähriger Bub irrte am späten Dienstagnachmittag allein im Ortszentrum von Kaprun umher. Passanten verständigten die Polizei - die Eltern hatten die Abwesenheit ihres Sohnes noch gar nicht bemerkt.

Polizisten mit der Kindesmutter, dem zweijährigen Kleinkind und der kurzfristigen „Ersatzmama“. SN/lpd salzburg
Polizisten mit der Kindesmutter, dem zweijährigen Kleinkind und der kurzfristigen „Ersatzmama“.

Gegen 17 Uhr ging auf der Kapruner Polizeiinspektion ein Notruf ein: Im Bereich der Krapfstraße habe sich ein Kleinkind verlaufen und irre allein durch die Straßen. Polizisten rückten aus und fanden einen kleinen Bub aus den Niederlanden vor. Er hatte keine Jacke an und weinte. Eine zufällige anwesende holländische Urlauberin - selbst Mutter dreier Kinder - hatte sich des Zweijährigen angenommen.

Die Frau samt Bub wurden auf die Polizeiwache gebracht. Die Polizisten machten sich auf die Suche nach der Familie des Kindes. Befragungen von Passanten blieben zunächst erfolglos. Vor einem Chalet wurden die Beamten fündig: Ein Freund der betreffenden Familie suchte bereits nach dem Burschen. Als die holländischen Kindeseltern dazu kamen, reagierten sie geschockt. Sie hatten die Abwesenheit ihres Sohnes noch gar nicht bemerkt. Durch ein Missverständnis hatte jeder vom anderen angenommen, dass er sich um den kleinen Jungen kümmern würde. Letzten Endes konnten die Eltern ihren Sohn unverletzt und wohlbehalten auf der Polizeiinspektion wieder in die Arme schließen.

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