Chronik

Täglich sechs Wildunfälle auf Salzburgs Straßen

Im Herbst ist die Gefahr von Wildunfällen besonders groß. Im Schnitt ereignen sich sechs Wildunfälle pro Tag auf Salzburgs Straßen.

Täglich sechs Wildunfälle auf Salzburgs Straßen SN/öamtc
Im Herbst ist die Gefahr von Wildunfällen besonders groß.

Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2013 in Österreich 327 Personen bei Wildunfällen verletzt, fünf Menschen kamen dabei ums Leben. In Salzburg wurden 20 Personen bei Wildunfällen verletzt. Im Schnitt ereignen sich sechs Wildunfälle pro Tag auf Salzburgs Straßen. Dabei wurden im Vorjahr u. a. 1167 Rehe, 23 Hirsche, 611 Hasen, 192 Füchse und 116 Dachse getötet.

"Vor allem entlang von Wald- und Feldrändern sollten Autofahrer jetzt besonders vorausschauend fahren und auf ausreichend Abstand achten", sagt Aloisia Gurtner vom ÖAMTC Salzburg. Der ÖAMTC weist darauf hin, dass dies nicht nur für Straßen gilt, wo das Verkehrsschild "Wildwechsel" auf die potenzielle Gefahr hinweist. Allerdings sei hier das Risiko besonders hoch. Grundsätzlich müsse zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Wildwechsel gerechnet werden. Am größten sei die Wildunfall-Gefahr in den Morgen- und Abendstunden.Abblenden, abbremsen, hupenGenerell gilt bei Wild auf der Straße: abblenden, abbremsen und hupen. Bei grellem Scheinwerferlicht verharren die Tiere meist regungslos. Auch wenn das Tier die Fahrbahn verlassen hat, sollten Autofahrer nur langsam weiterfahren, denn oft tauchen noch Nachzügler auf. Wenn sich die Kollision nicht vermeiden lässt, empfiehlt sich ein "kontrollierter" Aufprall. Autofahrer sollten dann das Lenkrad gut festhalten, geradeaus fahren und dabei mit maximaler Kraft bremsen. Wer ausweicht, gefährdet den Gegenverkehr bzw. riskiert einen Unfall.Enorme Kräfte bei ZusammenprallBei Unfällen mit größeren Tieren ist das Risiko, schwere Verletzungen davonzutragen, hoch. "Trifft man beispielsweise mit 50 km/h auf einen 20 kg schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer, bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht bereits zwei Tonnen", erklärt Gurtner. Ist aufgrund der Größe des Tieres eine Vollbremsung für den Nachfolgeverkehr gefährlicher als ein Zusammenstoß mit dem Tier - etwa bei Kleintieren wie Hasen oder Igeln - wird nach Rechtsprechung bei einem Auffahrunfall dem plötzlich bremsenden Vordermann ein Mitverschulden angelastet.Wildunfall unbedingt meldenIm Falle eines Unfalls: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und die Unfallstelle mit einem Pannendreieck absichern. Eventuell verletzte Personen müssen sofort versorgt und die Polizei oder der Jagdaufseher verständigt werden. Dies gilt auch bei verletzten Tieren, die geflüchtet sind. Achtung: Wer ein verletztes oder getötetes Tier mitnimmt, macht sich wegen Diebstahls strafbar.

Bei Wildunfällen übernimmt eine Kaskoversicherung in der Regel den am eigenen Fahrzeug entstandenen Schaden. Voraussetzung ist eine polizeiliche Meldebestätigung des Unfalls. Ist man nur haftpflichtversichert, muss man für den gesamten Schaden selbst aufkommen, außer es kann jemand anderer dafür verantwortlich gemacht werden - etwa bei schadhaften Wildzäunen entlang mautpflichtiger Straßen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 14.11.2018 um 07:13 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/taeglich-sechs-wildunfaelle-auf-salzburgs-strassen-3093814

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