Chronik

Tageselternzentrum Salzburg in Turbulenzen

TEZ-Geschäftsführer Gerhard Pöttler macht auf Finanzierungsprobleme des Vereins aufmerksam.

Das TEZ betreut aktuell 920 Kinder im Bundesland. SN/sw/privat
Das TEZ betreut aktuell 920 Kinder im Bundesland.

Seit knapp 30 Jahren organisiert das Zentrum für Tageseltern (TEZ) mit Sitz in der Franz-Josef-Straße die Kinderbetreuung durch Tagesmütter und -väter. Rund 200 Tageseltern arbeiten landesweit für den gemeinnützigen Verein mit einem Jahresumsatz von sechs Millionen Euro. Derzeit werden über das TEZ rund 920 Kinder betreut.

Doch Geschäftsführer Gerhard Pöttler steht vor einem Problem: Die Finanzierung seines Vereins über das Jahr 2018 hinaus ist nicht geklärt und abgesichert.

Der Grund: Die jährlichen Fördersätze seitens des Landes steigen laut Beamten-Kollektivvertragsverhandlungen. Im Vorjahr machte die Erhöhung 2,3 Prozent aus. Real bezahlen muss Pöttler nach dem Mindestlohn-KV - der stieg zuletzt um 8,7 Prozent. Ergibt eine Lücke von 6,5 Prozentpunkten. Oder monetär ausgedrückt: eine halbe Million Euro. Schon die Entwicklung in den vergangenen Jahren hätte in diese Richtung gezeigt, doch bislang habe er sich über eine 15a-Vereinbarung noch mit Bundesmitteln behelfen können. Auch aus diesem Topf erhält das TEZ dieses Jahr nur mehr 100.000 Euro statt wie bisher 200.000 Euro.

"Im Endeffekt bedeutet das für uns allein heuer ein Minus von 200.000 Euro", rechnet Pöttler vor. Die Schere geht nicht nur im TEZ derart auf, es wird generell in der Pflege und für Sozialvereine, unter anderem auch die Lebenshilfe, enger. Die Stadt Nachrichten berichteten.

"Was es so schwierig macht, ist, dass wir nicht wissen, wie es weitergeht. Wir hängen in der Luft und blicken in eine ungewisse Zukunft", sagt Pöttler. Er sieht die Landespolitiker in der Pflicht, es liege an ihnen, einen Ausgleich zu schaffen.

Aufgerufen am 22.06.2018 um 09:34 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/tageselternzentrum-salzburg-in-turbulenzen-28291702

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