Chronik

Tageweise gut betreut im St. Anna-Haus in Gnigl

15 bis 16 Tagesgäste finden Platz in Tageszentrum St. Anna des Diakoniewerks. Dort knüpfen sie Kontakte, erhalten therapeutische Angebote und nehmen am umfangreichen Programm teil.

Osterbräuche stehen beim Besuch der Stadt Nachrichten kurz vor Ostern im Tageszentrum St. Anna des Diakoniewerks auf dem Programm. "Es geht um Osterbräuche bei uns und um welche in anderen Ländern. Da sind einige doch sehr verschieden und manchmal auch etwas Skurille dabei", erklärt Gruppenleiterin Claudia Dernei. Die Tagesgäste sind mit Begeisterung dabei.

Selbstbestimmtheit und Individualität

Etwa 15 bis 16 Personen können pro Tag betreut werden, an Freitagen maximal zehn, bei der Betreuung in Kleingruppen für Menschen mit weiter fortgeschrittener Demenz. Die meisten von ihnen verbringen einen Tag pro Woche im Sozial- und Gesundheitszentrum, manche auch zwei oder drei Tage. "Die Selbstbestimmtheit, die Individualität ist uns ein großes Anliegen", betont Manfred Hörwarter, der Leiter der Tagesbetreuung.

Zwar bietet die Einrichtung stets ein umfangreiches Programm, aber zum Mitmachen wird niemand gezwungen. "Es kann ja sein, dass jemand bereits ermüdet ist, und nicht mehr mitmachen kann, dann gibt es Möglichkeiten zum Ausruhen." Neben Frühstück und Mittagessen gibt es zwischendurch eine Obstjause, von 10 bis 12.15 Uhr und von 14 bis 16 Uhr stehen Erinnerungs-Training, Senioren-Turnen, musikalische Angebote, Malen, Töpfern, Filme, bis hin zu gemeinsamen Projekten mit Schulklassen am Programm. Zusätzlich wird Logopädie, Physio- und Ergotherapie angeboten, einmal pro Woche kommt die Fußpflege ins Haus.

Soziale Funktion

Es sind immer drei Fach-Mitarbeiterinnen und freiwillige Mitarbeiter im Dienst, auch eine Krankenschwester ist stets anwesend, damit pflegerische Leistungen ebenfalls erfolgen können. Da etwa die Hälfte der Tagesgäste alleine lebt, zum Teil mit Unterstützung, erfüllt das Tageszentrum eine wichtige soziale Funktion. "Bei uns geht es um Aktivitäten und um Motivation, bei etwas mitzumachen. Hier entstehen Freundschaften auch abseits unserer Einrichtung, denn die Gefahr der Vereinsamung ist sonst groß. Vor allem, wenn es mit der Beweglichkeit mühsam wird. Außerdem sind wir zur Entlastung der Angehörigen da, die sonst die Pflege übernehmen", betont Hörwarter, der überdies Experte für Demenzberatung für Angehörige ist.

St. Anna wird ebenso wie das Haus der Senioren Aigen von der Diakonie betreut, das Tageszentrum Rauchgründe führt das Rote Kreuz.

Aufgerufen am 13.11.2018 um 05:09 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/tageweise-gut-betreut-im-st-anna-haus-in-gnigl-26354974

Salzburger als "Soldat des Jahres 2018" ausgezeichnet

Salzburger als "Soldat des Jahres 2018" ausgezeichnet

Im Rahmen der Matinee "Militär des Jahres 2018" würdigte Verteidigungsminister Mario Kunasek Soldatinnen und Soldaten, zivile Bedienstete sowie Dienststellen des Österreichischen Bundesheeres für besondere …

Schlagzeilen