Chronik

"Tauern Brücke" ist in Betrieb

Seit der Vorwoche rollt der Verkehr über die neue Hubbrücke, die rund sieben Wochen lang gesperrt war. In dieser Zeit wurde sie funktionstüchtig gemacht - gesucht wird noch ein endgültiger Name.

Am Mittwochabend der Vorwoche war es so weit: Die Hubbrücke wurde für den Verkehr freigegeben. Vorangegangen war ein Funktionstest, den sie einwandfrei bestanden hat. Nun fließt der Verkehr wieder auf der B 165, Gerlosstraße, durch das Zentrum. "Das ist überlebensnotwendig für uns", sagt Sporthändler Martin Breitfuß.

Bürgermeister Wolfgang Viertler betonte: "Diese Brücke hat besondere Bedeutung für uns. Sie bildet den Abschluss des für uns so wichtigen Hochwasserschutzes und sie ist auch ein enorm wichtiges Stück der Verkehrsverbindung. Nun, nach der Fertigstellung, ist die durch Hochwasser immer wieder ausgelöste Zeit der Nöte, der Gefährdung und der Angst für die Bürger vorbei."

Die Arbeiten hatten im Herbst des Vorjahres begonnen. Kurz vor Weihnachten konnte die Brücke vorläufig für den Verkehr freigegeben werden. Im Frühling wurde die Hubfunktion eingebaut, die Brücke musste gesperrt und eine Umleitung eingerichtet werden. Jetzt kann sie im Hochwasserfall um rund zwei Meter angehoben werden. "Zwei entscheidende Meter, hält man sich die Hochwasser-Bilder vom Juli 2014 vor Augen", sagt Verkehrslandesrätin Brigitta Pallauf (ÖVP). Um Verklausungen durch Treibholz und anderes zu vermeiden, kann sie innert 20 Minuten hochgehoben werden. Die neue Hubbrücke ist ca. 28 Meter lang, 12,60 Meter breit und wiegt 240 Tonnen.

Wolfgang Mariacher, Projektleiter von der Landesbaudirektion, erläutert: "Hier wurde ein komplexes Großprojekt gemeinsam erfolgreich gestemmt. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller 100 beteiligten Firmen und Partner konnten sowohl der Kostenrahmen als auch der straffe Terminplan eingehalten werden." Zuletzt wurden Asphaltierungsarbeiten durchgeführt und die Freiwillige Feuerwehr Mittersill in die neuen Funktionen eingeschult. Ortsfeuerwehrkommandant Roland Rauchenbacher: "Nun müssen wir bei extremem Hochwasser nur einen Knopf drücken und nicht wie bisher im Notfall mit einer Mannschaft das Geländer runterschneiden. Das war gefährlich."

Zurzeit werden rund um die Brücke noch Feinarbeiten durchgeführt. Auch die Hubpylonen werden erst verkleidet. Das wird noch einige Wochen und Monate dauern. Die offizielle Eröffnung findet deshalb erst im Herbst statt. Bis dahin will die Stadtgemeinde auch einen Namen für das in Salzburg und Österreich einzigartige Bauwerk finden. "Unser Arbeitstitel ist ,Tauern Brücke'. Wir sind noch im Prozess der Namensfindung und wollen damit auch in die Schulen gehen und die Bevölkerung einbinden", sagt Viertler.


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