Chronik

Taxenbach: Nach Felssturz soll eine Sprengung die Straße wieder sichern

13 Personen sind betroffen. Sie können die Stelle in dringenden Fällen aber zu Fuß passieren. Die Gemeinde hat einen Alarmplan für Notfälle parat. Die Aufräumarbeiten sollen am Montag starten.

Die Aufräumarbeiten sollen gut eine Woche in Anspruch nehmen. Im Bild: Katastrophenreferent Manfred Höger. SN/gerald valentin
Die Aufräumarbeiten sollen gut eine Woche in Anspruch nehmen. Im Bild: Katastrophenreferent Manfred Höger.

Rund 500 Kubikmeter Gestein haben sich am Freitag oberhalb einer schmalen Straße im Gemeindegebiet von Taxenbach gelöst. Der Weg wurde meterhoch von den Geröllmassen verschüttet. Laut Bürgermeister Johann Gassner sind 13 Personen betroffen, die in vier Haushalten leben. Sie können bis auf Weiteres nicht mit dem Auto zufahren. Immerhin sei es möglich, für notwendige Erledigungen und den Weg zur Arbeit bzw. zur Schule zu Fuß über die Geröllmassen zu gelangen. Allerdings nur zu zweit - damit eine Person den brüchigen Hang beobachten kann.

Gassner rechnet damit, dass die Straße für Fahrzeuge noch einige Tage nicht passierbar sein wird. "Am Montag wird damit begonnen, die Straße frei zu machen. Wir werden gut eine Woche brauchen", sagt Gassner. "Für medizinische Notfälle gibt es einen Alarmplan." So könnte bei Bedarf ein nachtflugtauglicher Polizeihubschrauber aus Salzburg anfliegen. Auch das Rote Kreuz sei eingebunden.

Wasserdruck löste Abbruch aus

Laut dem Landesgeologen Gerald Valentin hat sich durch Niederschläge und Schneeschmelze viel Wasser in den Felsklüften gesammelt. Der steigende Druck habe schließlich den Abbruch ausgelöst. Er berichtet von einem relativ großen Felsüberhang, der noch entfernt werden müsse. Dafür solle auf dem Trümmerhaufen eine Rampe errichtet werden, über die ein Bagger zumindest einen Teil des Materials abtragen solle.

Damit nicht genug: "Man wird auch Bohrungen und eine Sprengung durchführen müssen." Valentin rechnet damit, dass dadurch einige Hundert Kubikmeter an Fels zusätzlich anfallen könnten. "Das ist eine technisch durchaus anspruchsvolle Aufgabe", meint der Landesgeologe.

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